Was sonst noch passierteDer eigene Tod deckt auf

Den eigenen Tod vorzutäuschen, ist keine gute Idee. Dabei wollte die Dame doch nur ihren lästigen Exfreund loswerden. Tja, nun muss sie mit einer Anzeige ganz anderer Art rechnen.
Den eigenen Tod vorzutäuschen, ist keine gute Idee. Dabei wollte die junge Dame doch nur ihren lästigen Exfreund loswerden. Tja, nun muss sie mit einer Anzeige wegen Urheberrechtsverstoßes rechnen. Wie es dazu kam...
Wenn der Ex-Freund nervt
Mit der Nachricht von ihrem eigenen Tod hat eine Frau in Erfurt Nachbarn und Polizei in die Irre geführt. Die 26-Jährige hatte ihren lästigen Ex-Freund abwehren wollen und deshalb an der Wohnungstür vermerkt, dass die Mieterin verstorben sei. Die besorgten Nachbarn alarmierten die Polizei, die die Wohnung öffnen ließ. Dort fanden die Beamten die Kontaktadresse einer Freundin, bei der sich die polizeibekannte Frau aufhielt. Die Beamten entdeckten in der Wohnung auch viele möglicherweise illegal kopierte CDs und DVDs, so dass die 26-Jährige mit einer Anzeige wegen Urheberrechtsverstoßes rechnen muss.
Wenn Kinder laut sind
Es fing so harmlos an: Spielende Kinder haben in Nordrhein-Westfalen mit ihrem Lärm ein Kleinkind geweckt. Doch damit lösten sie eine Kettenreaktion aus, die beinahe in einer Massenschlägerei endete. Wie es dazu kam? Der Nachbar und Vater des kleinen Kindes hatte die "Ruhestörer" weggeschickt. Daraufhin kam wütend deren Vater und beschwerte sich beim Ruhebedürftigen. Im Zorn zerstörte er noch einen Blumenkasten.
Nun wurde auch der Nachbar sauer, fuchtelte mit einem Küchenmesser und schlug dem Störenfried einen Besen auf den Kopf. Beide Familien riefen Verwandte aus der Umgebung herbei. Schließlich wollten rund 40 Menschen aufeinander losgehen. Mehrere Streifen verhinderten eine Massenschlägerei, berichtete die Polizei. Nun gibt es Anzeigen wegen Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung.
Wenn Tierschutz blind macht
Mehrere Jahre zu spät sind militante Tierschützer in Flensburg gekommen. Wie die Polizei berichtete, beschädigten die Aktivisten in der schleswig-holsteinischen Stadt bereits Anfang Mai eine vermeintliche Pelztierfarm - anscheinend ohne zu wissen, dass diese schon 2007 endgültig stillgelegt worden war. Den Angaben zufolge drangen die Täter auf das frühere Betriebsgelände vor, wo sie ausgediente Stromkabel und Wasserleitungen zerstörten. Dabei hielten sie ihre Aktion auf Video fest und veröffentlichten die Bilder im Internet. Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung.
Wenn der Alkohol hinterm Steuer wirkt
Eine Autofahrerin mit gut drei Promille im Blut hat in Halle sechs parkende Autos und einen Anhänger demoliert. Die 46-Jährige fuhr beim Abbiegen zunächst auf ein Auto auf und schob es auf ein weiteres, wie die Polizei in Halle mitteilte. Daraufhin legte sie den Rückwärtsgang ein und fuhr gegen einen dritten Wagen. Weiter im Rückwärtsgang kollidierte ihr Auto mit den Fahrzeugen vier und fünf, wobei letzteres gegen Auto Nummer sechs und einen Anhänger geschoben wurde. Damit endete schließlich die Fahrt. Die Polizei ermittelte bei der Frau einen Atemalkoholwert von 3,12 Promille.
Wenn ein Mann ein Barett trägt
Ein falscher Polizist hat in Wien monatelang einer Prostituierten die Konkurrenz vom Hals gehalten. Mit einer Ordnungshüter-Mütze auf dem Kopf habe der Mann die Pässe anderer Damen kontrolliert, die in der gleichen Gegend auf Kundschaft warteten. Dann habe er sie mit barschen Worten fortgeschickt, berichtete der ORF. Ziel der 40-jährigen Tischlers war es, seiner Freundin möglichst viele Freier zu bescheren.
Zudem verfolgte der vermeintliche Polizist zahlreiche Freier und Prostituierte in eine Tiefgarage und klopfte dort im unpassendsten Moment an die Seitenfenster. Den geschockten Insassen erklärte er, was sie dort täten sei "illegal" und kassierte 50 bis 90 Euro Ordnungsgeld. Obwohl der Mann nur das Barett anhatte und ansonsten Zivilkleidung trug, sei er scheinbar so selbstsicher aufgetreten, dass die in flagranti erwischten Freier umgehend zahlten.
Jetzt wurde der Mann zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Die Beziehung zu der Prostituierten hat er inzwischen beendet. Seine Ehefrau reichte dennoch die Scheidung ein.