Panorama

Westerwelle wirbt im Ausland"Deutsch - Sprache der Ideen"

24.02.2010, 14:01 Uhr

Nur noch knapp 14,5 Millionen Menschen weltweit lernen Deutsch als Fremdsprache. Vor fünf Jahren waren es noch 17 Millionen. Das Bundesaußenministerium will mit einer Kampagne den Trend umkehren.

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Westerwelle: "In Deutschland ist es üblich, dass man hier Deutsch spricht." (Foto: picture-alliance/ dpa)

Mit einer neuen Kampagne "Deutsch - Sprache der Ideen" will Außenminister Guido Westerwelle (FDP) die Verbreitung der deutschen Sprache im Ausland fördern. Ziel ist es, in anderen Ländern wieder mehr Menschen zum Deutsch-Unterricht zu bewegen. Derzeit lernen nach Angaben des Auswärtigen Amtes nur noch knapp 14,5 Millionen Menschen weltweit Deutsch als Fremdsprache. Vor fünf Jahren waren es noch 17 Millionen. Die meisten Deutsch-Schüler - etwa 2,3 Millionen - gibt es derzeit in Polen.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), sprach in Berlin von "alarmierenden Zeichen". Als Grund für den Rückgang nannte sie insbesondere die zunehmende Konzentration in vielen Bildungssystemen auf Englisch als einzige Fremdsprache. Zunehmend gebe es in der Sprachförderung aber auch Konkurrenz durch Länder wie Frankreich, Spanien oder China. Insgesamt sprechen weltweit mehr als 180 Millionen Menschen Deutsch.

In Deutschland wird Deutsch gesprochen

Westerwelle hatte im September 2009 für Aufsehen gesorgt, weil er sich auf einer Pressekonferenz gleich nach der Bundestagswahl weigerte, eine Frage auf Englisch zu beantworten. Zur Begründung sagte er damals: "So wie es in Großbritannien üblich ist, dass man dort selbstverständlich Englisch spricht, so ist es in Deutschland üblich, dass man hier Deutsch spricht." Als Außenminister setzt er sich auch dafür ein, dass im künftigen gemeinsamen Auswärtigen Dienst der Europäischen Union Deutsch Amtssprache wird.

Das Motto "Sprache der Ideen" lehnt sich an die Imagekampagne "Deutschland - Land der Ideen" an, mit der zur Fußball-WM 2006 für die Bundesrepublik geworben wurde. Beteiligt sind neben dem Auswärtigen Amt unter anderem die Goethe-Institute sowie der Auslandssender Deutsche Welle.

Quelle: dpa