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Enoch zu Guttenberg ging für seinen Sohn sogar demonstrieren.

Enoch zu Guttenberg ging für seinen Sohn sogar demonstrieren.
(Foto: dpa)

Sonntag, 10. Juli 2011

"Eigenen Sohn öffentlich zerschlagen": Enoch zu Guttenberg beklagt sich

Enoch zu Guttenberg ist empört. Die Plagiatsaffäre sei einem Tsunami gleich über die Familie hereingebrochen. Sein Sohn habe keine Beichten auf Raten gegeben, sondern lediglich einen "eigenen, langen Erkenntnisprozess" durchlitten.

Die Plagiats-Affäre um den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg  ist nach den Worten seines Vaters Enoch "wie ein Tsunami über die Familie gekommen". "Wir sammeln immer noch die Trümmer auf", sagte der Dirigent dem Magazin "Cicero". Kein Mensch, der es nicht selber erlebt habe, könne sich vorstellen, wie das ist, zuschauen zu müssen, "wie der eigene Sohn öffentlich zerschlagen wird". Das sei fast nicht auszuhalten gewesen.

Der CSU-Minister war am 1. März wegen nicht gekennzeichneter Zitate in seiner Doktorarbeit zurückgetreten. Sein Vater zweifelt aber nicht an seiner Aufrichtigkeit, wie er "Cicero" sagte. "Nachdem das alles aufkam, erlebte ich seinen eigenen, langen Erkenntnisprozess." Seine öffentlichen Reaktionen seien keine Beichten auf Raten gewesen, sondern "entsprach einfach diesem Prozess". "Ich kann nicht in  den Kopf meines Sohnes schauen, aber ich denke, in sein Herz",  sagte Enoch zu Guttenberg.

Den Medien warf Enoch zu Guttenberg eine "Treibjagd" und eine "öffentliche Hinrichtung" vor. Über die ganze Familie seien "falsche oder halbwahre Geschichten" kolportiert worden.

AFP

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