Panorama
Nach Angaben des Nationalen Geografie-Instituts in Spanien hatte das Beben eine Stärke von 6,3.
Nach Angaben des Nationalen Geografie-Instituts in Spanien hatte das Beben eine Stärke von 6,3.(Foto: dpa)

Zentrum 160 Kilometer von Málaga: Erdbeben erschüttert Spaniens Küste

Gegen 4.20 Uhr am Morgen bebt im Süden von Gibraltar plötzlich die Erde: Das Beben weckt schlimme Erinnerungen ans Jahr 2004, als bei ähnlich starken Erdstößen Hunderte Menschen ums Leben kamen - doch die Katastrophe bleibt aus.

Ein starkes Erdbeben hat in der Nacht die marokkanische und spanische Mittelmeerküste erschüttert. Nach Angaben des Nationalen Geografie-Instituts in Spanien hatte das Beben eine Stärke von 6,3. Es folgte ein Nachbeben der Stärke 5,3. Wie die spanischen Behörden mitteilten, wurden weder in der spanischen Nordafrika-Exklave Melilla noch auf dem südspanischen Festland Menschen verletzt. An einzelnen Gebäuden gab es Schäden - auch von Stromausfällen war die Rede.

Bei den spanischen Notrufzentralen gingen über Nacht etwa 250 Anrufe von besorgten Bürgern ein. Viele Menschen, auch in der Hafenmetropole Málaga und den Urlaubergebieten an der Costa del Sol, waren durch die Erdstöße aus dem Schlaf gerissen worden. Die US-Erdbebenwarte USGS und das Geoforschungszentrum in Potsdam gaben die Stärke des Erdbebens mit 6,1 an. Es ereignete sich den Angaben aus Potsdam zufolge in zehn Kilometern Tiefe, das Zentrum lag 160 Kilometer südöstlich von Málaga.

In Melilla ordneten die Behörden an, dass die Schulen am Montag geschlossen bleiben sollen. Es müsse zuerst geprüft werden, ob die Schulgebäude ernsthaft beschädigt worden seien. Die Erdstöße waren in der gesamten Region Andalusien zu spüren gewesen. Zuletzt hatte 2004 ein Erdbeben der gleichen Stärke die Küstenregion von Marokko - nahe der Stadt Al-Hoceïma - erschüttert. Damals waren 631 Menschen ums Leben gekommen.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen