Panorama

Kubas "Gelbe Seiten"Erstmals mit Privatanzeigen

01.06.2012, 01:39 Uhr
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Ob Restaurant oder Klempner: Die Suche könnte künftig einfacher werden. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die "Gelben Seiten" spielen hierzulande keine große Rolle mehr, schließlich gibt es das Internet. In Kuba wird dieser Teil des Telefonbuchs jetzt erst richtig interessant: Erstmals finden interessierte Kubaner hier auch Anzeigen von privaten Unternehmen .

In der neuen Ausgabe von Kubas Telefonbuch sind auf den "Gelben Seiten" erstmals Hunderte Anzeigen von Selbstständigen aus dem Privatsektor zu finden. Die Mehrheit der über 500 Anzeigen in den "Páginas Amarillas" (Gelbe Seiten) für 2012-2013 bezieht sich auf Gastronomie, Vermietung von Wohnungen oder die Reparatur von Elektrogeräten.

Derartige Anzeigen seien bisher noch nie dagewesen, zitierte die offizielle Parteizeitung "Granma" Patricia Soler vom staatlichen Telekommunikationsunternehmen Telecomunicaciones de Cuba (Etecsa). Die neuen Dienstleistungsmöglichkeiten für Selbstständige waren im vergangenen Dezember vorgestellt worden.

Die Regelungen sind Teil des gelockerten Wirtschaftskurses auf der sozialistischen Karibikinsel, wo es inzwischen mehr als 385.000 derartige Kleinstselbständige gibt. Die Regierung von Präsident Raúl Castro hofft, dass der Privatsektor einen Großteil der Arbeitskräfte auffängt, die bei dem geplanten Wegfall von bis zu 500.000 Stellen im staatlichen Apparat frei werden.

Quelle: ntv.de, dpa