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Glück im Unglück: Der Güterzug drosselte seine Geschwindigkeit bei der Einfahrt in den Bahnhof.
Glück im Unglück: Der Güterzug drosselte seine Geschwindigkeit bei der Einfahrt in den Bahnhof.(Foto: dpa)

Knapp an der Katastrophe vorbei: Experten untersuchen Zugunglück

Der mit Chemikalien beladene Güterzug, der in Mannheim einen Eurocity rammt, ist bei seiner Einfahrt in den Bahnhof extrem langsam - nur deshalb kommen alle Passagiere des EC mit dem Leben davon. Doch wie kann es überhaupt zu der Kollision kommen?

Nach dem Zugunglück in Mannheim mit Dutzenden Verletzten haben Spezialisten die Ermittlungen an der Unfallstelle aufgenommen. Die Bundespolizei machte von einem Hubschrauber aus Aufnahmen von den zerstörten Waggons. Auch die Experten der Unfalluntersuchungsstelle des Bundes trafen in Mannheim ein. Nach Angaben der Bundespolizei wurden bei dem Zugunglück 35 Menschen verletzt, 4 von ihnen schwer. Im Bahnverkehr kam es wegen gesperrter Gleise zu Störungen.

Unter Schock: Passagiere des Eurocity werden nach der Kollision medizinisch erstversorgt.
Unter Schock: Passagiere des Eurocity werden nach der Kollision medizinisch erstversorgt.(Foto: AP)

Ein Güterzug, der auch Chemikalien geladen hatte, und der Eurocity 216 waren am Freitagabend in der Nähe des Hauptbahnhofs zusammengeprallt. Zwei Waggons mit 110 Passagieren kippten um. Der Unfall lief noch recht glimpflich ab, da das Tempo bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof gedrosselt war. Experten müssen nun klären, warum der Güterzug den Eurocity rammte. Wie eine Sprecherin der Untersuchungsstelle des Bundes berichtete, überprüften die Bahn-Spezialisten unter anderem den Betriebsablauf. Außerdem müsse untersucht werden, ob die Signale und die Fahrzeuge richtig funktionierten. "Wir ermitteln in alle Richtungen", hieß es.

Der Güterzug auf dem Weg von Duisburg nach Ungarn hatte laut Bundespolizei zwei Gefahrgut-Container geladen. Die Behälter mit der Chemikalie seien aber nicht beschädigt worden, es seien keine gefährlichen Stoffe ausgetreten, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Der Unfallort wurde gesperrt. Die Passagiere waren in der Nacht aus den Waggons befreit worden. Nach Angaben der Bundespolizei kamen insgesamt 14 Verletzte in Krankenhäuser, von ihnen waren 4 schwer verletzt aber nicht in Lebensgefahr.

Das Zugunglück löste Störungen im Bahnverkehr aus, die noch immer andauern. Drei von insgesamt zehn Gleisen am Hauptbahnhof - eine zentrale Achse im Fernverkehr - sind gesperrt. Es kommt zu Ausfällen und Umleitungen. Die Verspätungen seien jedoch gering, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn. Die Störungen im Fernverkehr hielten sich in Grenzen.

Quelle: n-tv.de

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