Panorama

Spanien macht den AnfangFang von Hammerhaien verboten

06.10.2009, 12:25 Uhr
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Im Nordwestatlantik sind die Populationen zahlreicher Arten in nur acht bis 15 Jahren auf die Hälfte oder sogar auf ein Viertel geschrumpft. (Foto: picture-alliance / dpa)

Als erstes EU-Land verbietet Spanien seinen Fischern den Fang von Hammer- und Fuchshaien. Das Verbot gilt auch für internationale Seegebiete und für Gewässer von Drittstaaten.

Die internationale Meeresschutzorganisation Oceana begrüßte die Entscheidung und forderte andere Staaten auf, dem Beispiel Spaniens zu folgen.

"Hammer- und Fuchshaie gehören zu dem am stärksten bedrohten Hai- Arten in den Ozeanen", betonte die Oceana-Expertin Rebecca Greenberg. "Mit dem spanischen Verbot wird das Leben von 15.000 Haien im Jahr gerettet." Die Organisation wies in Madrid darauf hin, dass Haie zumeist in Gewässern gefangen werden, in denen es für die Fischerei keine Regelungen gebe. Daher sei es wichtig, dass das Verbot für die spanische Flotte weltweit gelte.

Das Dekret, das am 1. Januar 2010 in Kraft tritt, untersagt den spanischen Fischern auch, Hammer- und Fuchshaie anzulanden und zu verkaufen. Wenn den Fischern Haie dieser Arten als Beifang in die Netze gehen, müssen die Tiere nach Möglichkeit lebend ins Meer zurückgeworfen werden. Außerdem müssen solche Fälle in den Bordbüchern festgehalten werden.

Quelle: dpa