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Aufgrund eines automatischen Alarms wurde alle Züge sofort gestoppt.
Aufgrund eines automatischen Alarms wurde alle Züge sofort gestoppt.(Foto: AP)

Gotthardt-Linie gesperrt: Fels blockiert Bahnstrecke

Mit der Bahn nach Bella Italia? Vorerst lieber nicht über die weltberühmte Gotthard-Route. Die ist an einem Streckenabschnitt für einige Tage gesperrt. Aufgrund eines Steinschlags blockieren dicke Felsbrocken derzeit die Bahngleise. Schuld sind offenbar große Wassermengen.

Ein Felsabbruch hat die Gotthard-Bahnlinie zwischen der Schweiz und Italien bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr lahmgelegt. Der betroffene Streckenabschnitt bei Gurtnellen (Kanton Uri) werde voraussichtlich noch bis Montag geschlossen bleiben, teilte die Schweizerische Bundesbahn (SBB) mit.

Reisenden nach und von Italien wird empfohlen, auf Zugverbindungen über die Lötschberg-Simplon-Achse auszuweichen, auch wenn ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den Orten Flüelen und Göschenen eingerichtet ist. Die Reisezeit von und nach Süden verlängert sich dadurch um etwa eine Stunde.

Der Felsabbruch hatte zu einem Steinschlag von rund 150 Kubikmetern geführt, wovon größere Mengen auf die Bahnlinie stürzten. Verletzt wurde niemand - auch, weil dank eines automatischen Alarms alle Züge rechtzeitig gestoppt werden konnten. Unweit von der jetzigen Stelle hatte im Juni ein Felssturz eine vierwöchige Streckensperrung nötig gemacht.

SBB-Experten gehen davon aus, dass diesmal große Wassermengen schuld waren und zur Instabilität des Felsens führten. Am Morgen wurden die Arbeiten zur Hangsicherung aufgenommen. Anschließend sollen die Felsbrocken von den Gleisen geräumt und Reparaturen ausgeführt werden.

Quelle: n-tv.de

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