Panorama

Deutschlands anerkannteste Berufe: Feuerwehrleute sind am beliebtesten

Beim alljährlichen Berufe-Ranking haben wieder einmal Feuerwehrleute und Krankenschwestern die Nase vorn, Manager und Banker zählen zu den großen Verlierern. Eine Überraschung gibt es bei den Beamten.

Feuerwehrleute sind die angesehenste Berufsgruppe in Deutschland.
Feuerwehrleute sind die angesehenste Berufsgruppe in Deutschland.(Foto: picture alliance / dpa)

Feuerwehrleute, Krankenschwestern und Altenpfleger genießen laut einer Forsa-Umfrage nach wie vor das höchste Ansehen in der Bevölkerung. Dicht dahinter folgen Ärzte und Polizisten - sowie seit neuerem auch Erzieherinnen in Kindergärten und Kitas.

Bei dem jährlich im Auftrag des Beamtenbundes (dbb) ermittelten Berufe-Ranking sind Müllmänner, Lehrer, Dachdecker und Briefträger die großen Aufsteiger, aber auch die Beamten insgesamt haben an Ansehen in der Bevölkerung gewonnen. Zu den Verlierern zählen hingegen Manager, Banker und Steuerberater.

Nach der Umfrage werden die Beamten von über zwei Drittel der 2000 Befragten als "pflichtbewusst", "zuverlässig", "kompetent", "unbestechlich" und "hilfsbereit" eingeschätzt. 45 Prozent der Bevölkerung klagen jedoch bisweilen über Sturheit und mangelnde Flexibilität der Staatsdiener.

Beamte punkten mit Freundlichkeit

Deutlich zugelegt hat auch nach der seit 2007 jährlich durchgeführten Umfrage die Wertschätzung des öffentlichen Dienstes insgesamt. Dies gilt für seine Beamten wie für die Angestellten. Rund 85 Prozent meinen, dass sie mit ihren Anliegen in den Behörden freundlich behandelt werden. Ein gleich großer Teil hält "eine starke öffentliche Verwaltung für unerlässlich". 67 Prozent der Befragten gaben an, ihre Anliegen seien sofort bearbeitet worden, 31 Prozent mussten hingegen längere Zeit warten.

Dbb-Chef Klaus Dauderstädt warnt dabei vor weiterem Personalabbau. "Die Bürger wollen eine leistungsstarke Verwaltung." Damit auch in Zukunft qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden könnten, müssten auch die Arbeitsplätze attraktiv bleiben.

Nur noch ein geringer Anteil (12 Prozent) setzt das Heil auf die weitere Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen. Die meisten Befragten glauben, dass dann unter dem Strich vieles eher schlechter als besser und häufig auch teurer wird. Das gilt besonders für Wohnungen im kommunalen Eigentum, für die Bahn wie für die Briefzustellung, insbesondere aber auch für die Energieversorgung.

79 Prozent der Bürger lehnt eine Zurückhaltung der Beschäftigten bei Lohnforderungen ab. Dabei sparen die Befragten den öffentlichen Dienst ausdrücklich nicht aus. Jeder Zweite glaubt gar, dass dort die Gehälter im Vergleich zur Wirtschaft in den vergangenen Jahren zu niedrig gestiegen seien.

Quelle: n-tv.de

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