Sonntag, 08. August 2010
Nach sechs Minuten bei 110 Grad: Finalist stirbt bei Sauna-WM
In Finnland nimmt die Sauna-WM ein böses Ende: Die beiden Finalisten aus Finnland und Russland brechen nach sechs Minuten zusammen. Für den Russen Ladyschenski kommt jede Hilfe zu spät. Der fünffache Weltmeister Kaukonen wird im Krankenhaus behandelt.
Ziel des Wettkampfs war es, solange wie möglich in einer 110 Grad heißen Sauna auszuharren.
(Foto: AP)
Tödliches Ende der Sauna-Weltmeisterschaft in Finnland: Nach rund sechs Minuten in der 110 Grad heißen Sauna sind die beiden Finalisten kollabiert. Für den russischen Teilnehmer, den WM-Dritten des Vorjahres, kam jede Hilfe zu spät, teilten die Organisatoren des Schwitz-Wettbewerbs in Heinola nördlich von Helsinki mit. Sein Rivale, der fünffache Sauna-Weltmeister aus Finnland, musste im Krankenhaus in Lahti behandlet werden.
Der Wettbewerb fand in Heinola, 138 Kilometer nördlich der Hauptstadt Helsinki, statt. Ziel des Wettkampfs war es, solange wie möglich in der 110 Grad heißen Sauna auszuharren. In der Finalrunde gab es alle 30 Sekunden Aufgüsse, um das Hitzegefühl weiter zu steigern.
Die Polizei ermittelt
Die beiden Finalisten in der Sauna: Wladimir Ladyschenski (links) und Timo Kaukonen. Der Russe überlebte den Wettbewerb nicht.
(Foto: AP)
Die Finalisten waren Wladimir Ladyschenski und Timo Kaukonen, Kaukonen hatte den Wettbewerb im vergangenen Jahr gewonnen. "Die Veranstaltung wurde nach dem Unfall sofort abgebrochen. Die Organisation bedauert den traurigen Vorfall", sagte Arvela. Die Polizei habe Ermittlungen aufgenommen, fügte er hinzu. "Alle Regeln wurden befolgt", versicherte der Veranstalter.
Die finnische Nachrichtenagentur STT berichtete, der Wettbewerb sei nach sechs Minuten abgebrochen worden; als die Türen geöffnet wurden, seien beide Finalisten zusammengebrochen. Ein Augenzeuge schilderte, die beiden Männer hätten schwere Verbrennungen erlitten. Die Sauna-Weltmeisterschaft wird seit 1999 jährlich abgehalten, in diesem Jahr waren 135 Teilnehmer aus 15 Ländern gemeldet.
AFP/dpa
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