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(Foto: picture alliance / dpa)

Ärger um Unterbringung?: Flüchtlinge klettern auf Kraftwerkskamin

Die Räumlichkeiten eines stillgelegten Kraftwerks in Pleinting werden seit kurzem als Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber genutzt. Auf einer Plattform in schwindelerrengender Höhe sollen vier Migranten zur Zeit gegen ihre Unterbringung demonstrieren.

In schwindelerregender Höhe haben vier Flüchtlinge in Niederbayern versucht, ihrem Ärger über ihre Unterbringung Luft zu machen. Die Asylsuchenden kletterten auf einen Kaminturm des Kraftwerks in Vilshofen an der Donau und auf eine Plattform in etwa 130 Meter Höhe. Ein Polizeisprecher bestätigte einen Bericht der Onlineausgabe der "Passauer Neuen Presse". Die Einsatzkräfte stünden per Telefon mit den Flüchtlingen in Kontakt, um die Situation zu klären.

Die Identität der Migranten ist bisher unklar. Die Flüchtlinge seien auf dem Kraftwerksgelände untergebracht. Was genau sie kritisieren, sagte der Sprecher nicht. Die "Passauer Neue Presse"  berichtet, sie wollen auf ihre unbefriedigende Situation aufmerksam machen. Es wird vermutet, sie seien über Aufstiegsmöglichkeiten an der Außenseite des Turmes in die Höhe geklettert. Ein Dolmetscher sei vor Ort, das Gelände soll inzwischen großräumig abgeriegelt sein.

Nach Informationen der "Passauer Neuen Presse" eilten die Höhenrettung der Bergwachten Passau und Freyung nach Pleinting. Die Asylsuchenden seien inzwischen bereit, von dem Kamin herunterzukommen, trauen sich aber nicht mehr über die Kaminaußenseite abzusteigen.

Mit Hilfe eines Polizei-Hubschraubers wurden die vier schließlich geborgen. Bis vor Einbruch der Dunkelheit waren die Männer in Einzel-Abholungen wieder unten. Am Boden wurden sie gesundheitlich untersucht. Welche Konsequenzen die Aktion für die vier Männer hat, ist noch unklar. "Das war Hausfriedensbrich" zitiert die "Passauer Neue Presse" den Polizei-Pressepsrecher.

Quelle: n-tv.de

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