Panorama

H7N9 in China auf dem VormarschForscher: Vögel nicht die einzige Quelle

17.04.2013, 10:02 Uhr
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Nur etwa 40 Prozent der infizierten Chinesen hatten direkten Kontakt zu Geflügel. (Foto: dpa)

Gibt es eine Mutation des Vogelgrippe-Virus H7N9, der sich von Mensch zu Mensch überträgt? Forschungsergebnisse aus China lassen das befürchten: Nicht einmal jeder zweite Patient, der das Virus in sich trägt, hatte zuvor Kontakt zu Geflügel.

Chinesische Wissenschaftler zweifeln daran, dass sich Menschen nur durch Geflügel mit der neuen Vogelgrippe H7N9 angesteckt haben könnten. Nur etwa 40 Prozent der Patienten hätten eindeutig einen direkten Kontakt zu Geflügel gehabt, sagte der Chefwissenschaftler vom chinesischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, Zeng Guang, der Zeitung "Beijing News".

"Wie haben sich diese Menschen angesteckt? Das ist ein Rätsel", sagte der Experte. Bislang gibt es laut Gesundheitsbehörden allerdings keine Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch.

Nach Angaben von Chinas Gesundheitsministerium forderte das Virus weitere Menschenleben und infizierte noch mehr Personen. Insgesamt haben sich demnach 77 Patienten mit dem Erreger angesteckt, 16 von ihnen starben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will nach eigenen Angaben eine Gruppe von Experten nach China schicken, um bei den Untersuchungen zu dem Virus zu helfen.

Quelle: ntv.de, dpa