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Viele Flughäfen verfügen bereitet über Temperaturscanner.
Viele Flughäfen verfügen bereitet über Temperaturscanner.(Foto: picture-alliance/ dpa)
Donnerstag, 16. Oktober 2014

EU-Länder stimmen sich ab: Frankreich kontrolliert bei Einreise auf Ebola

Die Zahl der Ebola-Infizierten steigt rasant an. Allein in den drei betroffenen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea infizieren sich wöchentlich 1000 Menschen; bis Dezember dürften es 5000 bis 10.000 pro Woche sein. Die EU trifft Vorsichtsmaßnahmen.

Als erstes EU-Land hat Großbritannien vor einer Woche vorbeugende Gesundheitskontrollen an großen Flug- und Bahnhöfen eingeführt. Als nächste kündigten Frankreich und Tschechien Kontrollen an Flughäfen an. Frankreich will damit an diesem Samstag beginnen. Dann werden Passagiere aus dem Ebola-Gebiet auf Fieber getestet.

Die Wirksamkeit von solchen Ankunftskontrollen ist umstritten. Wichtiger ist laut Experten, dass Passagiere schon beim Abflug in Westafrika überprüft werden. Dem europäischen Flughafenverband ACI Europe zufolge wurden bisher 36.000 Passagiere bei der Ausreise aus dem Ebola-Gebieten Kontrollen unterzogen. 77 von ihnen wurde demnach die Reise verweigert, keiner wurde aber letztlich krank.

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben bis zum Sonntag 4493 Menschen durch die im Frühjahr aufgetretene Ebola-Epidemie. Mehr als 8900 Menschen infizierten sich demnach. WHO-Experten zufolge ist mit einem rasanten Anstieg der der Zahl der Infizierten in den drei betroffenen westafrikanischen Ländern Liberia, Sierra Leone und Guinea zu rechnen: Derzeit liegt sie bei rund tausend pro Woche, bis Dezember dürfte sie auf "5000 bis 10.000 Fälle pro Woche" steigen.

Quelle: n-tv.de

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