Panorama

Verletzt beim Erfinden von Sex-DatesFrau flirtet sich die Finger wund

11.11.2013, 17:04 Uhr

20 Millionen Kanadische Dollar will eine Frau von ihrem Arbeitgeber haben, weil sie durch ihre Tätigkeit arbeitsunfähig wurde. Das Skurrile daran: Sie zog sich die Verletzungen dabei zu, als sie im Akkord fingierte Sex-Gesuche für flirtwillige Männer verfasste.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Vor einem kanadischen Gericht ist eine skurrile Klage anhängig: Eine Frau verklagt ihren Arbeitgeber, weil sie sich bei der Arbeit verletzt hat – und zwar unter anderem beim Erfinden von Frauen, die als fingierte Partnerinnen einer Sex-Seite an Männer vermittelt wurden. Sie habe so viele Sexgesuche von nicht existierenden Frauen schreiben müssen, dass sie arbeitsunfähig geworden sei, heißt es in der Klage, die jetzt das "Canadian Lawyer Magazine" veröffentlichte. Sie habe sich beim Tippen verletzt. Die frühere Angestellte klagt auf 20 Millionen Kanadische Dollar (etwa 15 Millionen Euro).

Die Frau war der Klageschrift zufolge von einer Website angeheuert worden, deren Zweck es ist, Verheirateten außerehelichen Sex zu vermitteln ("Das Leben ist kurz. Gönne dir eine Affäre."). Die Agentur wollte die Klage nicht kommentieren. Als Brasilianerin sollte die Klägerin wohl für den dortigen Markt Profile von Frauen, die eine Affäre suchen, ins Portugiesische übersetzen. Schließlich habe sie sogar Sexgesuche von Frauen erfinden sollen.

Sie habe, schrieb ihr Anwalt, "Profile von Frauen, die gar nicht in der wirklichen Welt existieren, mit Beschreibungen und Vorlieben und dem Typ Männern, die sie suchen, erfinden müssen, sogar mit Fotos". Weil sie innerhalb von drei Wochen tausende Profile habe schreiben müssen und ihr Chef auf immer mehr gedrängt habe, sei sie durch "überhöhte Anforderungen bei der Tastaturarbeit" arbeitsunfähig geworden.

Quelle: ntv.de, dpa