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Rettungskräfte brachten die Verletzten nach dem Feuerwerksunglück ins Krankenhaus.
Rettungskräfte brachten die Verletzten nach dem Feuerwerksunglück ins Krankenhaus.(Foto: dpa)

15 Verletzte nach Feuerwerk: Frau verliert durch Böller einen Fuß

Hunderte Menschen feiern in einem Hotel im Ruhrgebiet ins neue Jahr, als es zu einem tragischen Unfall kommt: Eine Feuerwerksbatterie kippt um und feuert mitten in die versammelte Menge. Einer jungen Frau wird der Fuß abgerissen.

Bei einer Silvesterparty in einem Landhotel am Nordrand des Ruhrgebiets sind 15 Menschen durch angeblich in Deutschland nicht zugelassene Böller zum Teil schwer verletzt worden. Offenbar war eine Feuerwerksbatterie umgestürzt und feuerte in eine Menschenmenge, wie ein Polizeisprecher sagte. Mehrere schwer verletzte Gäste wurden ins Krankenhaus gebracht. Einer 24-jährigen Hotelangestellten riss die Explosion einen Fuß ab.

Bei der Feier in Datteln bei Recklinghausen hatten sich etwa 300 bis 400 Menschen versammelt. Rund die Hälfte von ihnen waren Hotelgäste - andere, darunter Ortsansässige und Campingplatz-Urlauber, besuchten offenbar den Silvesterball in dem Hotel. Neben dem vom Veranstalter geplanten Feuerwerk hätten auch einige Gäste Feuerwerksbatterien mitgebracht - eine davon sei nach der Zündung umgefallen und habe die Verletzungen verursacht. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.

Feuerwehr und Polizei mit Böllern beworfen

In Berlin und Dortmund waren Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr sogar absichtlich mit Böllern beworfen worden. Eine Polizistin, die versucht hatte, in Dortmund-Dorstfeld eine Schlägerei zu schlichten, war von einem der Schläger gebissen worden. Auch in Hagen bewarfen Unbekannte einen Streifenwagen mit Böllern und einer Flasche.

Noch in der Nacht rief die Berliner Feuerwehr via Twitter zur Mäßigung auf. "Und wieder werden Einsatzkräfte mit Pyrotechnik attackiert!", hieß es. "Gefährlich! Lasst das! Bitte!" Es seien allerdings keine Feuerwehrleute verletzt worden, sagte ein Sprecher. Zu den Vorfällen äußerte sich am Freitag auch Berlins Innensenator Frank Henkel. "Für dieses erbärmliche und unfassbar dumme Verhalten fehlt mir jedes Verständnis", so Henkel.

Quelle: n-tv.de

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