20.000 Mini-Pullover für Pinguine: Hilfe überfordert Helferin
Die Hamburgerin Angelika Regenstein wendet sich im April 2012 an die Presse, um Mitstreiter für eine Hilfsaktion für Pinguine auf der australischen Insel Phillip Island zu finden, die von einer Ölkatastrophe betroffen war. Sie strickt Minipullover für die Pinguine. Inzwischen hat sie schon 20.000 Pullis aus aller Herren Länder und möchte die Aktion gerne beenden.
Bunte Minipullover für ölpestbedrohtePinguine bringen eine Tierfreundin aus Hamburg zur Verzweiflung. "Ich weißnicht mehr, wohin mit den Pullovern", sagt die Reisebüroleiterin Angelika Regensteindem "Hamburger Abendblatt". Bei der gut gemeinten Hilfsaktion für Pinguinekamen mehr als 20.000 Pullover in sämtlichen Farben und Mustern zusammen, die sichnun im Schaufenster und im Keller von Regensteins Reisebüro stapeln. Und noch immerkommen neue, wie eine Mitarbeiterin des Reisebüros sagte. Allein am Donnerstag habesie 25 Pakete mit Pullovern erhalten.
Begonnen hatte die Hilfsaktionim April. Damals hatte sich die 64-Jährige Reisebüroleiterin an das "Abendblatt"gewandt, um Mitstreiter für ihr Projekt zu finden. Um Zwergpinguine auf der australischenInsel Phillip Island nach einer Ölkatastrophe zu schützen, strickte Angelika RegensteinMinipullover. Aktivisten fingen die Tiere ein, säuberten sie und stülpten ihnendann Pullover über, um ihr Gefieder vor dem Ölschlick zu bewahren. "Ich habeStricklieseln gesucht, die mitmachen", sagt Regenstein der Zeitung.
Nachdem mehrere Medien überdie Aktion berichtete hatten, nahm die Strickaktion ihren Angaben zufolge ungeahnteAusmaße an. Aus ganz Europa gingen Pakete hilfsbereiter Menschen in RegensteinsGeschäft ein. "Ich habe Pullover aus Island, Belgien, Luxemburg, Liechtenstein,Österreich, der Schweiz, Italien, Spanien, Tunesien und der Türkei bekommen",erzählt sie der Zeitung. Nun soll damit Schluss sein. Nur noch bis Montag will siePinguinpullover annehmen. Dann sollen rund 100 Umzugskartons nach Melbourne verschifftwerden.
Quelle: n-tv.de


