Bilderserie

Flussläufe dramatisch verbreitert : Satellitenbilder zeigen Rekord-Hochwasser

Bild 1 von 23
Die nachträglich bearbeiteten Bilder des  "Zentrum für Satellitengestütze Kriseninformation" des <a href="http://www.zki.dlr.de/de" target="_blank">"DLR"</a> illustrieren das verheerende Ausmaß des Hochwassers. Dunkelblau eingefärbt das eigentliche Flussbett der Elbe, helblau die inzwischen überschwemmten Flächen. In diesem Falle ganz im Norden bei Hitzacker ... (Foto: DLR)

Die nachträglich bearbeiteten Bilder des "Zentrum für Satellitengestütze Kriseninformation" des "DLR" illustrieren das verheerende Ausmaß des Hochwassers. Dunkelblau eingefärbt das eigentliche Flussbett der Elbe, helblau die inzwischen überschwemmten Flächen. In diesem Falle ganz im Norden bei Hitzacker ...

Die nachträglich bearbeiteten Bilder des "Zentrum für Satellitengestütze Kriseninformation" des "DLR" illustrieren das verheerende Ausmaß des Hochwassers. Dunkelblau eingefärbt das eigentliche Flussbett der Elbe, helblau die inzwischen überschwemmten Flächen. In diesem Falle ganz im Norden bei Hitzacker ...

... und im etwas nördlicher gelegenen Lauenburg.

Zu sehen ist hier die Elbe bei Tangermünde und die Wassermassen, die sich seit der Nacht vom 9. auf den 10. Juni nach dem Deichbruch bei Fischbeck nördlich von Jerichow ins Land ergießen.

Aufnahme vom 10. Juni. Gut zu erkennen sind die Havelpolder (eingedeichte, landwirtschaftliche Flächen), die kontrolliert geflutet wurden, um den Pegel der Elbe um bis zu 30 Zentimeter zu senken.

Diese Aufnahme vom 9. Juni zeigt das Dreiländereck Sachsen/Brandenburg/Sachsen-Anhalt, in welchem die Flüsse Elbe und Elster große Landstriche unter Wasser gesetzt haben. Der Flussverlauf der Elbe unter normalen Bedingungen ist in dunklem Blau eingezeichnet, die jetzt von Überschwemmung betroffenen Flächen in Hellblau.

Auch weiter nördlich tritt die Elbe noch großflächig über die Ufer. Hier ist, ebenfalls am 09. Juni, der Flutstand in Wittenberge im Nordwesten Brandenburgs, das auch vom Wasser der kleinen Stepenitz von Norden her bedroht wird, zu sehen. Tags zuvor wurde die Evakuierung für Teile der Stadt ausgerufen. Mit 7,85 Metern stand die Stadt bereits an diesem Tag rund einen halben Meter über dem bisherigen Rekordstand von 2002. Die roten Linien markieren überschwemmte Straßen.

In Magdeburg war der nördliche Teil der Stadt um das Umspannwerk Rothensee stark betroffen. Dessen Ausfall konnten die Sicherheitskräfte jedoch verhindern. Ein solcher hätte die Stromversorgung mehrerer zehntausend Menschen einschließlich jener der Einsatzkräfte unterbrochen. Die Elbe erreichte in der Stadt am 09. Juni einen Höchststand von knapp 7,50 Metern, 23.000 Menschen wurden zeitweise evakuiert.

Dramatisch mutet auch diese Satellitenaufnahme der Gegend um die Stadt Barby, südöstlich von Magdeburg, an. Hier mündet mit der Saale ein zweiter Hochwasser führender Fluss in die Elbe. Nach einem Dammbruch entstand am Punkt des Zusammentreffens der beiden Flüsse ein riesiger See. Am Tag der Aufnahme, dem 09. Juni, beträgt der Pegelstand in Barby 7,33 Meter.

Die Stadt Schnackenburg an der Grenze von Niedersachsen zu Brandenburg ist durch das Elbe-Hochwasser immer noch nahezu vollkommen eingeschlossen. Große Teile der nun vorübergehend auf einer Halbinsel liegenden Stadt wurden zudem überschwemmt. Die Aufnahme zeigt den Stand vom 08. Juni.

In der Gegend um Dessau-Roßlau stand der Pegel am 08. Juni bei 7,33 Metern. Die gelben Flächen markieren Stellen, an denen das Wasser bereits zurückgegangen ist.

Rund um das weiter südlich gelegene Bitterfeld-Wolfen, das bedingt durch das Hochwasser momentan einen außerplanmäßigen Zwischenhalt an der ICE-Strecke Berlin-München bietet, sind bereits größere Flächen wieder trocken. Einige Kilometer weiter mündet die Mulde bei Dessau-Roßlau in die Elbe und trägt dort ihren Teil zur Situation der Anrainerstädte bei.

In der Dresdner Innenstadt beträgt der Höchststand der Elbe am 06. Juni 8,76 Meter - normal sind dort rund zwei Meter. Der Bereich um die Messe überhalb des Alberthafens war ebenso wie der weiter westlich gelegene Stadtteil Übigau vorübergehend zur Insel geworden.

In Halle an der Saale standen am 05. Juni weite Teile der Innenstadt unter Wasser - nach der schwersten Flut seit 400 Jahren. Durch Stromausfälle waren viele Einwohner vorübergehend auf das Mobilfunknetz angewiesen, um sich über den Verlauf der Rettungsaktionen zu informieren.

In dieser Aufnahme vom gleichen Tag ist das Wasser in seiner tatsächlichen Braunfärbung zu sehen, der eigentliche Flussverlauf hingegen in hellblau. Detailaufnahmen des DLR ermöglichen ...

... einen Vergleich mit der Situation bei normalem Wasserstand. Vor rund einem Jahr ist der Bereich "A" aus dem vorangegangenem Bild noch trocken...

... doch dieses Jahr lag ein Großteil des Ausschnitts in den Fluten der Saale, wie diese Aufnahme des Erdbeobachtungssatelliten "Pleiades" beweist.

Auch der Süden der Republik war stark von über die Ufer tretenden Flüßen betroffen. Diese Aufnahme zeigt den Großraum Deggendorf am 07. Juni, in welchem Donau und Isar für erhebliche Überschwemmungen sorgten.

Ein näherer Blick verdeutlicht die dramatische Situation im Deggendorfer Stadtteil Fischerdorf, der komplett von den Wassermassen überflutet wurde.

Wie stark der Stadtteil betroffen war, machen diese Vergleichsaufnahmen deutlich. Hier ist Fischerdorf am 06. Juni 2010 zu sehen ...

... und hier drei Jahre später am 05. Juni 2013. Wo der Fluss ursprünglich verlief, lässt sich auf dieser Aufnahme kaum mehr erkennen.

Ein ähnliches Bild bietet sich bei einem Vergleich zweier Aufnahmen dieses Autobahnzubringers der A92. Einmal 06. Juni 2010 ...

... und einmal am 05. Juni 2013. Die Stadt war über die Autobahn nicht mehr zu erreichen.

Auch in der Passauer Altstadt, mit ihrer markanten Lage am Zusammenfluss von Inn, Ilz und Donau, sind die Aufräumarbeiten bereits in Gang. Über 800 Gebäude wurden in der Stadt beschädigt. Beim höchsten Pegelstand seit 500 Jahren waren neben der gesamten Altstadt weitere in Flussnähe liegende Stadtteile stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Aufnahme zeigt den Wasserstand am 03. Juni.

weitere Bilderserien