Panorama
Dienstag, 06. September 2016

Ikea-Möbel wird zur Falle: Hocker frisst Hoden

Die Geschichte wird Ikea vermutlich keinen Rückruf wert sein, allerdings sollte sie allen eine Warnung sein, die den Hocker "Marius" in der Dusche verwenden. Zumindest für Männer kann das ziemlich unangenehm werden, zeigt ein Fall aus Norwegen.

Der Hocker "Marius" ist ein Klassiker im Ikea-Sortiment. Zum längeren Sitzen ist er vielleicht etwas unbequem, als Notplatz ist er aber bestens geeignet und natürlich kann man auch prima Sachen darauf ablegen. Der Norweger Claus Jorstat hat sich "Marius" als Duschhocker angeschafft, weil er nach einer Knieverletzung schlecht stehen kann – und damit Erfahrungen gemacht, die kein Mann machen will: Der Hocker wurde zur Hodenfalle.

Bei Facebook schilderte der 45-Jährige sein Missgeschick, das Posting wurde binnen weniger Tage zum viralen Hit und inzwischen über 13.000 Mal geteilt. Für Heiterkeit sorgt dabei vor allem Jorstats bildhafte Sprache: In Ikeas Herkunftsland Schweden komme es nicht so gut an, Genitalien beim Namen zu nennen, also möge man sich seinen Penis als den Kapitän vorstellen und die Hoden als Matrosen, schrieb er auf die Seite von Ikea Norwegen.  

Die Kurzfassung der Geschichte: Als er entspannt unter der warmen Dusche saß, stellte Jorstat auf einmal fest, dass einer der "Matrosen" auf Abwege geraten war. Die Sitzfläche vom "Marius" hat acht Löcher. Und in eines von ihnen war der Hoden gerutscht. Das Problem: Der "Matrose" passte zwar rein, kam aber nicht wieder raus. Jorstat saß also fest, bewegungsunfähig. Er habe hin und her überlegt, wie er sich aus der unglücklichen Lage befreien könnte, musste aber feststellen, dass er "keine verdammte Idee" habe.

Ikea rät zur Uniform

Die Lösung kam schließlich von selbst. Irgendwann wurde das Wasser aus der Brause nämlich kalt. "Kälter als die Augen meiner Schwiegermutter, als ich ihre Tochter heiratete", schreibt Jorstat. Eine ziemlich dumme Idee sollte seine Rettung sein: Er wollte nach dem Föhn greifen, um sich ein wenig zu wärmen, während er weiter grübelte. Doch bevor der Hocker zum elektrischen Stuhl werden konnte, war der "Matrose" wieder frei. Offenbar hatte die Kälte den Hoden geschrumpft.    

Jorstat, ein Fotograf, postete die Schilderung zusammen mit einem Bild des gefährlichen Hockers und bekam auch prompt eine Antwort von Ikeas Social-Media-Team: "Hey Claus", schrieben die Schweden. "Wir empfehlen Dir, den Hocker aus der Dusche zu nehmen". Wenn er ihn weiterhin beim Duschen nutzen wolle, möge er für seine "nächste Seefahrt die richtige Uniform anziehen". Jorstat postete daraufhin ein Bild, auf dem ein Waschtuch auf "Marius'" die verhängnisvollen Löcher abdeckt. Das Tuch ziert Fantorangen, eine Figur aus dem Norwegischen Kinderfernsehen. Das Motiv ist mit feiner Ironie gewählt: In der Norwegischen Umgangssprache ist "Fant" ein anderes Wort für "Penis".    

Quelle: n-tv.de

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