Panorama

Voraussetzung für FreigangHoeneß bekommt Job beim FC Bayern

24.10.2014, 11:49 Uhr
Hoeness
Der Jugendbereich sei für Hoeneß genau das Richtige, erzählt ein alter Weggefährte des Ex-Bayern-Chefs. (Foto: picture alliance / dpa)

Schon bald könnte Uli Hoeneß die Haftanstalt verlassen, zumindest tagsüber. Ab Januar soll der Ex-Boss von Bayern München Freigänger werden - aber nur, wenn er einen festen Arbeitsplatz hat. Dafür sorgt sein Verein, angeblich steht der neue Posten schon fest.

Uli Hoeneß soll als Freigänger im Frühjahr 2015 einen Job in der Jugendabteilung des Fußball-Rekordmeisters Bayern München erhalten. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) unter Berufung auf namentlich nicht genannte "Insider". Demnach werde Hoeneß dann zunächst auf eine Rückkehr auf seinen Präsidenten-Stuhl bei den Bayern verzichten.

Der 62-Jährige, der seit Anfang Juni eine dreieinhalbjährige Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung verbüßt, könnte schon im Januar tagsüber auf freien Fuß kommen. Die Bayern jedenfalls stellten sich auf die Rückkehr des Patriarchen spätestens für diesen Zeitpunkt ein, hieß es in der "SZ". "Ein alter Weggefährte" von Hoeneß berichtete der Zeitung, der Jugendbereich wäre "genau das Richtige für Hoeneß". Die Bayern hatten zuletzt betont, ihre Bemühungen in diesem Bereich intensivieren zu wollen. Dazu steht der Bau eines neuen Jugend-Leistungszentrums für Sportler der U8 bis U19 im Münchner Norden an.

Ein fester Arbeitsplatz ist Voraussetzung dafür, dass Hoeneß überhaupt Freigang bekommen kann. Er müsste dann nur noch nachts ins Gefängnis.

Freigang dürfte nichts im Wege stehen

Wegen seiner guten Sozialprognose - geordnete familiäre Verhältnisse, fester Arbeitsplatz, Rückfallgefahr gleich null - dürfte Hoeneß tatsächlich bald Freigänger werden. Dann wolle er sich aber "nicht in das operative Geschäft einmischen", zitierte die "SZ" eine namentlich nicht genannte Person, die Hoeneß "gut kennt". Hoeneß strebe keine Führungsfunktion an, hieß es weiter.

Ohnehin läuft die Amtszeit von Hoeneß' Nachfolger im Präsidenten-Amt und an der Spitze des Aufsichtsrats, Karl Hopfner, noch zweieinhalb Jahre. Und Hopfner hat bereits durchblicken lassen, dass er beide Ämter zumindest für diesen Zeitraum behalten möchte. Der FC Bayern brauche aber auch die "Emotion", für die Hoeneß gesorgt habe, gab ein beiden Führungspersonen Nahestehender in der "SZ" zu bedenken. Eine Rückkehr von Hoeneß an die Spitze "seines" FC Bayern nach der Ära Hopfner bleibt demnach denkbar.

Quelle: ntv.de, hla/sid