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Auf den Straßen in Norddeutschland war durch das Unwetter Vorsicht geboten.
Auf den Straßen in Norddeutschland war durch das Unwetter Vorsicht geboten.(Foto: picture alliance / Julian Strate)
Samstag, 20. Mai 2017

Unwetter trifft Hamburg: Hunderte sitzen am Flughafen fest

Am Freitagabend wüten vor allem in Bayern und Thüringen heftige Unwetter. Doch auch im Norden sorgt das schlechte Wetter für Einschränkungen - in Hamburg vor allem am Flughafen und bei der U-Bahn.

Ein heftiges Unwetter hat in Hamburg zu einem Großeinsatz der Rettungskräfte geführt. "Am Flughafen sitzen etwa 400 Leute fest", sagte ein Polizeisprecher am frühen Samstagmorgen. Ihre Flieger konnten bei dem schlechten Wetter am Freitagabend nicht abheben. "Die Leute werden gut versorgt. Das Rote Kreuz ist die ganze Zeit im Einsatz", sagte der Sprecher weiter. Auch Feldbetten stünden bereit.

Der U-Bahn-Verkehr in der Hansestadt war ebenfalls beeinträchtigt. Ein Blitzschlag löste eine Stellwerksstörung aus, danach wurde auf der Linie der U3 ein Ersatzverkehr eingerichtet, wie die Hamburger Hochbahn mitteilte.

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Die Feuerwehr war am Abend fast pausenlos im Einsatz. "Wir verzeichnen 118 wetterbedingte Einsätze", sagte ein Sprecher. Zwei Blitzeinschläge hätten zu Schwelbränden geführt, die rasch gelöscht wurden. "Etwas wirklich Dramatisches war aber nicht dabei", so der Sprecher. In der Nacht zum Samstag ebbten die Einsätze wieder ab und die Feuerwehr kehrte in die Wachen zurück.

Sieben Menschen verletzt

Auch in anderen Regionen gab es Probleme. In Ostthüringen entgleiste am Abend ein Regionalzug. Er fuhr bei Stadtroda - zwischen Jena und Gera - in eine Schlammlawine, die nach einem Unwetter auf die Gleise gerutscht war, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Nach Angaben des Lagezentrums der Thüringer Polizei wurden sieben Menschen leicht verletzt. Der Regionalexpress RE 1 war von Glauchau (Sachsen) nach Göttingen (Niedersachsen) unterwegs.

Auch in anderen Teilen Thüringens sowie regional in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern oder auch dem Osten Niedersachsens gab es viel Regen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Abend berichtete. Mitunter seien bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter niedergegangen, auch Hagel. In der Nacht zum Samstag hob der DWD die Unwetterwarnungen auf. Insgesamt war das Wetter in Deutschland am Freitag zweigeteilt: Im Westen wurden nur etwa 15 bis 20 Grad erreicht, in der Osthälfte herrschten bei strahlendem Sonnenschein bis zu 30 Grad.

 

Quelle: n-tv.de

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