Öl-Plattformen evakuiert"Ike" nimmt Kurs auf die USA
Nach seinem tödlichen Wüten in der Karibik hat der Hurrikan "Ike" Kurs auf die Südküste der USA genommen.
Nach seinem tödlichen Wüten in der Karibik hat der Hurrikan "Ike" Kurs auf die Südküste der USA genommen. Von Kuba aus bewegt sich der Wirbelsturm langsam auf Texas zu. Über den warmen Gewässern des Golfs von Mexiko könnte der auf die Kategorie eins zurückgestufte Sturm wieder an Stärke gewinnen, bevor er nach Angaben des US-Hurrikanzentrums voraussichtlich am Samstag in Texas auf Land trifft. Der Ölmulti Shell brachte vorsorglich Personal von den Förderplattformen im offenen Meer in Sicherheit. Kuba war nach dem Durchzug des gefährlichen Hurrikans fast vollständig ohne Strom.
Bevor "Ike" den Golf von Mexiko erreichte, peitschte er fünf Stunden lang über Kubas westliche Provinz Pinar del Ro. In der für ihre Tabakplantagen bekannten Region hatte bereits sein Vorläufer "Gustav" am 30. August eine Spur der Zerstörung hinterlassen. In elf der 14 kubanischen Provinzen gab es nach Angaben der staatlichen Behörden keinen Strom. Teilweise habe "Ike" das Stromnetz beschädigt, andernorts habe der nationale Stromversorger das Netz vorsorglich abgeschaltet, hieß es. Die Hauptstadt Havanna mit ihren 2,2 Millionen Einwohnern lag wegen des Stromausfalls im Dunkeln.
Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell wollte am Mittwoch von seinen Off-Shore-Plattformen im Golf von Mexiko 500 Mitarbeiter in Sicherheit bringen. Zuvor waren bereits 150 vor der Südküste der USA tätige Shell-Angestellte vorsorglich ausgeflogen worden. Andere Ölkonzerne wie BP oder Total wollten folgen. In Texas wurde ebenfalls für Mittwoch mit ersten Evakuierungsmaßnahmen gerechnet.