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Es war das erste Mal, dass ein Baby in einem Flieger von Jet Airways geboren wurde.
Es war das erste Mal, dass ein Baby in einem Flieger von Jet Airways geboren wurde.(Foto: REUTERS)
Montag, 19. Juni 2017

Gratis-Flüge auf Lebenszeit: Inderin bringt Baby im Flugzeug zur Welt

An Bord eines Fluges von Saudi-Arabien nach Indien setzen bei einer schwangeren jungen Frau plötzlich die Wehen ein: Ihr Sohn kommt mehr als 10.000 Meter über dem Arabischen Meer gesund zur Welt - und er dürfte später wohl ein Vielflieger werden.

Eine junge Inderin hat in mehr als 10.600 Metern Höhe ein Kind bekommen. An Bord eines Fluges von Saudi-Arabien nach Indien setzten bei der 20-Jährigen plötzlich die Wehen ein, wie die Fluggesellschaft Jet Airways mitteilte. Unter den 162 Passagieren des Fluges sei glücklicherweise auch eine Sanitäterin gewesen, die zusammen mit Crew-Mitgliedern bei der Geburt half. Der Flieger, der eigentlich nach Kochi in Südindien unterwegs war, wurde nach Mumbai umgeleitet. Mutter und Kind kamen ins Krankenhaus.

Nach Angaben eines Krankenhausvertreters sind beide wohlauf. Die Schwangere soll in der 32. Woche gewesen sein, das Baby kam also vermutlich deutlich zu früh. Die anderen Passagiere landeten schließlich mit 90 Minuten Verspätung in Kochi.

Jet Airlines erklärte, es sei das erste Mal, dass ein Kind an Bord einer Maschine des Unternehmens geboren worden sei. Der kleine Junge dürfe auf Lebenszeit kostenlos mit der Fluggesellschaft fliegen. Das Unternehmen lobte die Crew des Fluges für ihre "Reaktion und Schnelligkeit". Sie habe ihre Ausbildung erfolgreich in lebensrettende Maßnahmen umgesetzt.

Keine Statistik zu "Mile High Babys"

Es ist nicht die erste Geburt hoch über den Wolken. Erst im April brachte eine Frau auf einem Flug von Turkish Airlines ein kleines Mädchen in 12.800 Metern zur Welt. So spendabel wie Jet Airways war die Fluggesellschaft allerdings nicht. Mutter und Kind wurden lediglich ins Krankenhaus gefahren. Der 1990 in einem Flugzeug von British Airways geborene Britin Shona Owen konnte sich an ihrem 18. Geburtstag zumindest über ein paar Tickets für die erste Klasse freuen.  

Die meisten Fluggesellschaften gestatten Schwangeren bis zur 36. Woche die Reise an Bord ihrer Maschinen. Allerdings fordern sie in der Regel ab der 28. Schwangerschaftswoche ein ärztliches Attest, das den errechneten Geburtstermin beinhaltet. Eine Statistik über die Zahl der "Mile High Babys" gibt es übrigens nicht.

Unklar ist auch, welche Nationalität der kleine Junge nun haben wird. Denn dies ist in jedem Land anders geregelt. Während Großbritannien nicht automatisch jedem Kind, das im Land geboren wird, auch die britische Staatsbürgerschaft verleiht, gelten in den Vereinigten Staaten auch jene Babys als Staatsbürger, die im US-Luftraum oder in amerikanischen Gewässern das Licht der Welt erblicken.

Quelle: n-tv.de

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