Nach Hubschrauberabsturz in RumänienIsrael bestätigt sieben Tote
Für die sieben Soldaten, die am Montag bei einer Militärübung in den rumänischen Karpaten mit ihrem Hubschrauber abgestürzt sind, kam jede Hilfe zu spät. Mehr als 80 Soldaten, Bergungsexperten und Ärzte aus Israel halfen am Unglücksort.
Die israelische Armee hat den Tod von sieben Soldaten bei einem Hubschrauberunglück in Rumänien bestätigt. Das Militär sei von rumänischen Repräsentanten über den Tod der Soldaten informiert worden, hieß es in einer Stellungnahme der Armee. Repräsentanten des Militärrabbinats sowie forensische Experten wollten sich darüber am Unfallort Gewissheit verschaffen. Die Familien von sechs israelischen Soldaten seien bereits informiert worden.
Der Hubschrauber war am Montag während einer Militärübung in den rumänischen Karpaten gegen einen Felsen geprallt und in die Tiefe gestürzt. Die Bergung der Leichen in dem unwegsamen Gelände gestaltet sich schwierig.
"In schwierigem Gelände üben"
Der Flug war Teil der Übung "Blue Sky", bei der israelische Soldaten für Such- und Rettungsmissionen trainieren. Dabei kommt es der israelischen Armee darauf an, in schwierigem Gelände zu üben, das künftigem "Feindesland" ähnelt. Die in Rumänien benutzten Hubschrauber spielten eine Schlüsselrolle dabei, Kampfeinheiten, Elitekommandos sowie Ausrüstung über weite Entfernungen tief in das Einsatzgebiet zu transportieren, berichtete die israelische Zeitung "Jediot Achronot". Die Hubschrauber könnten auch in der Luft aufgetankt werden.
Seit dem Jahr 2006 finden derartige Übungen in Rumänien statt. Zwischendurch hatte Israels Armee diese Trainings auch in der Türkei abgehalten. Nach der blutigen Übernahme eines türkischen Passagierschiffes mit neun Toten Ende Mai sagte die Türkei jedoch gemeinsame Manöver mit Israel ab. Danach wählte die israelische Luftwaffe wieder Rumänien für Flugübungen aus. Zwischen Rumänien und Israel gibt es ein Abkommen über militärische Zusammenarbeit aus dem Jahr 2000 sowie ein weiteres Abkommen aus dem Jahr 2006, welches aber von israelischer Seite nicht ratifiziert wurde.