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Pferd für Wildschwein gehalten: Jäger muss Jagdschein abgeben

Ein Jäger tötet bei einer nächtlichen Jagd ein Pferd und sagt später, er habe das Tier für ein Wildschwein gehalten. Die Kreisverwaltung entzieht ihm daraufhin den Jagdschein. Richtig, sagt das Verwaltungsgericht. Schließlich habe der Jäger nicht die erforderliche Zuverlässigkeit.

Ein Pferd? Ein Wildschwein? Nicht für jeden ist das leicht zu erkennen.
Ein Pferd? Ein Wildschwein? Nicht für jeden ist das leicht zu erkennen.(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Jäger, der versehentlich ein Pferd erschossen hat, muss seinen Jagdschein abgeben. Das entschied das Verwaltungsgericht Koblenz. Die Richter gaben damit der Kreisverwaltung des Landkreises Bad Kreuznach recht, die ihm den Schein vor einem Jahr vorläufig entzogen hatte.

Im Sommer 2011 hatte der Mann bei einer nächtlichen Jagd das Tier beim Grasen auf einer Koppel mit einem Schuss in den Hals getötet. Er gab an, das Pferd für ein Wildschwein gehalten zu haben.

Der Jäger wehrte sich gegen die Entscheidung der Verwaltung und betonte laut Gericht, es habe sich um eine verhängnisvolle Verwechslung gehandelt. Die Richter verwiesen indes auf das Bundesjagdgesetz. Demnach ist ein Jagdschein für ungültig zu erklären, wenn der Inhaber nicht die "erforderliche Zuverlässigkeit" besitze, etwa wenn er Waffen und Munition missbräuchlich oder leichtfertig verwende. Dies sei hier der Fall.

Nach Aussagen des Jagdpächters sei es in der Nacht hell genug gewesen, um das Tier zu erkennen. Zudem sei das hellbraun-weiß gescheckte Pferd gut von einem Wildschwein zu unterscheiden gewesen. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz eingelegt werden.

Quelle: n-tv.de

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