Panorama
So sieht eine Trichternetzspinne aus - in Australien griff ein Exemplar nun einen Zehnjährigen an.
So sieht eine Trichternetzspinne aus - in Australien griff ein Exemplar nun einen Zehnjährigen an.(Foto: picture alliance / dpa)
Freitag, 24. Februar 2017

Rekord-Menge an Gegengift: Junge überlebt Biss einer Todesspinne

Ein Zehnjähriger möchte einen Schuppen entrümpeln, als er von einer Trichternetzspinne gebissen wird. Von Krämpfen geschüttelt wird er von seinen Eltern ins Krankenhaus gefahren. Dort rettet ihn die höchste Dosis Gegengift, die jemals im Land verabreicht wurde.

Mit viel Glück hat ein zehnjähriger australischer Junge den Biss einer potenziell tödlichen Trichternetzspinne überlebt. Matthew Mitchell sei die Rekordmenge von zwölf Dosen Gegengift verabreicht worden, berichteten örtliche Medien. Demnach hatte der Junge seinem Vater dabei geholfen, den Schuppen des Familienhauses nördlich von Sydney zu entrümpeln, als er von der Spinne in den Finger gebissen wurde.

"Sie hat sich irgendwie mit allen Beinen an mich gekrallt und ich konnte sie nicht von meinem Finger abschütteln", berichtete Matthew der Zeitung "Daily Telegraph". Seine Eltern machten ihm aus seinem T-Shirt eine Art Druckverband, damit das Gift der Spinne sich langsamer im Körper verbreitet und rasten mit ihm ins Krankenhaus.

Der Junge wurde zwar von Krämpfen geschüttelt, überlebte jedoch dank des Gegengifts. Die Menge sei ein Rekord in Australien, hieß es in den Medienberichten. Die Spinne wurde gefangen und in den Australischen Reptilienpark gebracht. Dort wird das Tier "gemolken", um sein Gift für die Herstellung von Gegengift zu nutzen.

Die Trichternetzspinne gehört zu den Vogelspinnenarten und ist eine der giftigsten Spinnen der Welt. Ihr Gift wirkt direkt auf das Nervensystem des Menschen. Nach einem Biss steht dem Opfer Schaum vor dem Mund, es leidet unter Muskelspasmen und kann sogar sterben. In Australien gab es keine tödlichen Angriffe der Trichternetzspinne, seit in den 80er-Jahren das Gegengift entwickelt wurde.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen