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Viele Krankenschwestern in den USA sind unzufrieden mit dem Ebola-Schutz.
Viele Krankenschwestern in den USA sind unzufrieden mit dem Ebola-Schutz.(Foto: AP)

Ebola-Angst in den USA: Krankenschwestern fordern mehr Schutz

Die Krankenschwestern in den USA machen sich große Sorgen um ihre Gesundheit: Sie fordern besseren Schutz gegen Ebola. Der könnte mittelfristig aus Deutschland kommen. Die Uni Tübingen testet nun einen Impfstoff.

Mit landesweiten Streiks und Protestaktionen wollen die US-Krankenschwestern im kommenden Monat einen besseren Schutz vor Ebola in den US-Kliniken fordern. Der Berufsverband der US-Krankenschwestern (National Nurses United, NNU) rief zum Arbeitskampf und zu Demonstrationen am 11. und 12. November auf. Ziel sei es, "schärfere Ebola-Sicherheitsvorkehrungen in den Krankenhäusern des Landes" zu erzielen, erklärte der Verband.

Die hochgefährliche Virusinfektion grassiert derzeit in Westafrika. Auch in den USA infizierten sich bereits zwei Krankenschwestern, die einen Ebola-Patienten betreuten. Das Virus überträgt sich durch Körperflüssigkeiten, medizinisches Personal ist bei der Pflege von Ebola-Kranken daher besonders gefährdet. Die USA verschärften bereits die Einreisebedingungen für Personal, die von einem Einsatz in Westafrika zurückkehren.

Dem NNU zufolge wollen sich allein im Bundesstaat Kalifornien 50.000 Pflegekräfte an den Aktionen beteiligen, landesweit noch einmal zusätzliche 100.000 Krankenschwestern. Der Verband fordert, dass in allen US-Kliniken das "höchstmögliche Maß an Sicherheitsvorkehrungen herrscht", darunter die Bereitstellung von umfassend dichten Schutzanzügen und Atemgeräten für alle Pfleger. Zudem müsse ein regelmäßiges Training im Umgang mit der Schutzkleidung und mit Ebola-Patienten stattfinden, erklärte der NNU. Der Verband will die betroffenen Krankenhäuser ausreichend früh über die Streiks informieren.

Schutz gegen die tödliche Seuche

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Ebola beginnen Mediziner des Universitätsklinikums Tübingen in der kommenden Woche mit einem Test in Gabun. Die Studie solle zeigen, welche Dosis des Impfstoffes Freiwillige sicher vertragen, sagte der Direktor der Tropenmedizin, Peter Kremsner. An dem Test sollen 60 gesunde Probanden teilnehmen. Kommende Woche bekämen die ersten Freiwilligen den Stoff gespritzt, sagte Kremsner.

Beim dem Test in Gabun handelt es sich um eine von vier Studien zu diesem Impfstoff weltweit, unter anderem gibt es auch einen Test in Hamburg. Eingesetzt werde ein Mittel, das in Tierversuchen vielversprechende Ergebnisse gezeigt habe. Gabun hat aktuell zwar keine registrierten Ebola-Fälle, es gab dort jedoch Ausbrüche der Krankheit in früheren Jahren.

Quelle: n-tv.de

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