Panorama

Entführt, geschändet und ermordet Lehrerin gesteht Gräueltat

11.05.2010, 08:59 Uhr

Der schreckliche Mädchenmord in Kalifornien vor einem Jahr ist aufgeklärt. Eine 29-jährige Sontagsschullehrerin hat den Mord gestanden. Die allein erziehende Mutter leidet offenbar an Depressionen.

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Melissa Huckaby entgeht nach dem Geständnis der Todesstrafe. (Foto: AP)

Gut ein Jahr nach der Ermordung eines achtjährigen Mädchens in Kalifornien hat eine frühere Sonntagsschullehrerin die schockierende Tat überraschend gestanden. Der 29 Jahre alten Melissa Huckaby droht nun lebenslange Haft, berichtete der "San Francisco Chronicle" am Montag. Im Gegenzug für das Schuldeingeständnis sieht die Staatsanwaltschaft von der Forderung nach der Todesstrafe ab.

Meliassa Huckaby war im April 2009 festgenommen worden, stritt aber zunächst jedwede Schuld ab. Sie wurde angeklagt, die achtjährige Spielkameradin ihrer kleinen Tochter entführt, geschändet, ermordet und die Leiche in einem Teich versenkt zu haben. Nach Polizeiangaben waren die beiden Mädchen eng befreundet. Der Prozess gegen die Frau soll im Herbst im nordkalifornischen Stockton beginnen. Ein mögliches Motiv für die Tat wurde nie bekannt.

Mord auf dem Kirchengelände?

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Sandra Cantu starb qualvoll. (Foto: AP)

Huckaby lebte in derselben Wohnsiedlung wie die kleine Sandra Cantu, die Ende März spurlos verschwunden war. Polizei und hunderte Helfer suchten tagelang nach dem Kind. Die in einem Koffer versteckte Leiche des Mädchens wurde später in einem Bewässerungsteich entdeckt.

Die Behörden teilten nicht mit, auf welche Weise das Mädchen ums Leben kam. Aus dem Umfeld der Ermittlungen verlautete, dass Cantu auf dem Gelände der Kirche getötet wurde, wo Huckaby Sonntagsunterricht gab. Die Angeklagte ist die Enkelin des dortigen Pfarrers.

Die junge Lehrerin hatte sich mit Bemerkungen vor Journalisten und Ermittlern in Widersprüche verstrickt. Medienberichten zufolge litt die allein erziehende Frau nach ihrer Scheidung an Depressionen. Der Ex-Ehemann nahm die Frau damals in Schutz. Sie sei eine gute Mutter, die niemandem etwas zuleide tun könne.

Quelle: dpa