Panorama
Samstag, 15. Januar 2011

Bitte nicht essen!: Lidl ruft Paprika zurück

Im spanischen Paprika werden unzulässig hohe Rückstände von Ethephon gefunden. Vertrieben hat es die Supermarktkette Lidl. Wer das Produkt noch zu Hause habe, soll es keinesfalls essen und in einer der Lidl-Filialen zurückgeben, rät der Discounter.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Discounter Lidl hat Paprika aus Geschäften in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen zurückgerufen. Unzulässig hohe Rückstände des Wachstumsregulators Ethephon seien in dem Gemüse "Spanischer Paprika Mix" (Losnummer L-01-05 TUTW) gefunden worden, das zwischen dem 10. und 13. Januar verkauft worden sei, gab Lidl in Neckarsulm bekannt.

Das Verbraucherschutzministerin in Baden-Württemberg teilte zugleich mit, es sei nicht auszuschließen, dass belastete spanische Paprika nicht nur über die Firma Lidl und nicht nur außerhalb Baden- Württemberg in den Handel gelangt seien. Deshalb seien bereits amtliche Untersuchungen eingeleitet werden. Am Freitag kommender Woche liegen demnach die ersten Ergebnisse der Lebensmittelüberwachung vor.

Ethephon reizt die Schleimhäute

Lidl betonte, aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes habe man umgehend reagiert, den betroffenen Artikel sofort aus dem Verkauf genommen und einen Rückruf gestartet. Es befinde sich bereits keine betroffene Ware mehr im Verkauf.

Ethephon ist nach Angaben des Unternehmen bei überhöhten Rückständen gesundheitsschädlich und kann reizend auf Haut und Schleimhäute wirken.

Wer das Produkt noch zu Hause habe, soll es keinesfalls essen und in einer der Lidl-Filialen zurückgeben. Alle anderen Paprika-Sorten und -Angebote seien von dem Rückruf nicht betroffen.

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Quelle: n-tv.de

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