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Nach Brand im Golf von Mexiko: Luxusliner wird abgeschleppt

Die britisch-amerikanische Reederei Carnival Cruises macht gerade glänzende Geschäfte. Allerdings ist eine Kreuzfahrt nicht ohne Risiko, wie jetzt wieder über 3000 Passagiere auf einem Kurztrip erfahren. Seit Tagen treiben sie ohne Antrieb durch den Golf von Mexiko. Die Rettungsaktion läuft, doch ein Luxusurlaub sieht anders aus.

Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Triumph" treibt nach einem Brand im Maschinenraum weiter navigierunfähig im Golf von Mexiko. Mehr als 4.200 Touristen und Crewmitglieder sind an Bord. Der Luxuskreuzer wird nun von einem Schiff der US-Küstenwache zurück nach Mexiko gezogen, wo er am Mittwoch ankommen soll.

Die britisch-amerikanische Reederei Carnival Cruise Lines teilte mit, das Schiff solle in den mexikanischen Hafen Progreso geschleppt werden. Von dort würden die Passagiere in die USA geflogen. Alle Reisen würden in vollem Umfang entschädigt, so die Kreuzfahrtgesellschaft.

Durch den Brand in einem der Maschinenräume waren die automatischen Feuerlöschsysteme aktiviert worden. Der Brand wurde gelöscht, Verletzte an Bord gab es nicht. Allerdings kann sich das Schiff nicht aus eigenem Antrieb fortbewegen. Die Reederei sagte die nächsten beiden Reisen der "Carnival Triumph" inzwischen ab.

Die Lage an Bord war unter Kontrolle, allerdings nicht unkompliziert. Passagiere berichteten dem US-Sender CNN, dass es keinen Strom und kein fließendes Wasser gebe. Deshalb sei auch die Versorgung mit Lebensmitteln problematisch. Mehrere Reisende schliefen an Deck, weil die Klimaanlagen in einigen Kabinen nicht funktionierten.

Allerdings verwies die Reederei auf ihre Bemühungen, die Lage wieder zu normalisieren. Einige Toiletten seien wieder funktionstüchtig, man könne zumindest wieder kalt duschen und auch einige Aufzüge führen wieder. Crew und Passagiere seien mit ausreichend Wasser und Lebensmitteln versorgt, die zum Teil von anderen Kreuzfahrtschiffen zur "Triumph" gebracht worden seien.

Im Januar 2012 war die zur Reederei Carnival gehörende "Costa Concordia" vor der italienischen Küste havariert. Bei dem Unglück starben 32 Menschen.

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Quelle: n-tv.de

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