Panorama

Dutzende Jugendliche fliehen: Massenausbruch zu Silvester

Gleich zwei Massenausbrüche innerhalb eines Tages erleben die Wärter eines peruanischen Jugendgefängnisses. Zunächst entkommen 13 Häftlinge während der Vorbereitung einer Silvesterparty, dann fliehen 14 Insassen am Neujahrstag. Einige der Entflohenen kommen aber nicht weit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mindestens 27 Insassen eines berüchtigten Jugendgefängnisses in Peru haben die Silvesternacht und den Neujahrstag genutzt um auszubrechen. Eine erste Gruppe von 13 Häftlingen zettelte nach Behördenangaben am Silvesterabend eine Revolte an und entkam. Eine zweite Gruppe floh am Neujahrstag, als ein Tanklastwagen durch das Gefängnistor fuhr. Die Polizei fasste zunächst acht der Ausbrecher.

Nach Behördenangaben konnte die erste Gruppe an Silvester ihre Wärter überwältigen, als diese gerade ihre Silvesterparty vorbereiteten. Der Gefängnisdirektor wurde daraufhin am Neujahrstag entlassen, mehrere Wärter wurden in andere Haftanstalten strafversetzt.

Am selben Tag nutzten jedoch weitere 14 Häftlinge die Gelegenheit zur Flucht, als ein Tankwagen auf das Gelände fuhr. "Die Jugendlichen sind einfach durch die Vordertür marschiert", kommentierte Staatsanwalt Jorge Sanz. Er kündigte umfassende Ermittlungen an. Angeführt wurde der Massenausbruch nach Polizeiangaben offenbar von einem Minderjährigen, der wegen mindestens zehn Auftragsmorden einsaß.

In der ursprünglich für 370 Insassen ausgelegten Jugendstrafanstalt in Lima sitzen derzeit etwa 1000 Häftlinge ein. Anwohner forderten immer wieder die Schließung des Gefängnisses oder aus Sicherheitsgründen dessen Verlegung außerhalb des Stadtgebietes.

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Quelle: n-tv.de

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