Opfer in Mexikos Drogenkrieg entdecktMine wird zum Massengrab
Nach dem Geständnis zweier Bandenmitglieder macht die mexikanische Polizei eine grausige Entdeckung: In einem Minenschacht werden die stark verwesten Leichen von 19 Menschen gefunden. Es sind Opfer des Drogenkriegs im Norden des Landes.
In Mexiko ist erneut ein Massengrab mit Opfern des Drogenkrieges entdeckt worden. Die Geständnisse von zwei Mitgliedern eines Drogenkartells führten die Beamten zu einem als Grab umfunktionierten Minenschacht nahe der Stadt Pachuca, etwa hundert Kilometer von der Hauptstadt Mexiko-Stadt entfernt, wie die Polizei mitteilte. Dort befanden sich mindestens 19 Leichen in stark verwestem Zustand.
Die beiden Mitglieder der Gang "Zetas" waren nach einer Schießerei festgenommen worden. Sie nannten den Angaben zufolge auch weitere Orte von Massengräbern, in denen sich die Bande ihrer Opfer entledigt. Die Festgenommenen nannten zudem die Namen von Polizisten, die sich angeblich ihr Schweigen bezahlen ließen. Die Polizei nahm etwa ein Dutzend Kollegen fest.
Immer wieder werden in Mexiko in jüngster Zeit Massengräber mit Opfern des Drogenkrieges entdeckt. Erst Ende Juli waren insgesamt etwa fünfzig Leichen in neun Gräbern nahe Monterrey im Norden des Landes entdeckt worden.
Seit Beginn der Amtszeit von Präsident Felipe Calderon starben in dem brutalen Krieg zwischen den Drogenkartellen Mexiko. 50.000 Soldaten unterstützen die Polizei bei ihrem Kampf gegen die einflussreichen Banden. Die Kartelle kämpfen um die Vorherrschaft auf dem Drogenmarkt, der vor allem vom Schmuggel in die USA lebt.