Panorama
Die Beamten standen eigentlich wegen eines 35-Euro-Strafzettels vor der Tür des Dresdners.
Die Beamten standen eigentlich wegen eines 35-Euro-Strafzettels vor der Tür des Dresdners.(Foto: picture alliance / dpa)
Montag, 11. September 2017

Zufallsfund in Dresdner Wohnung: Mutmaßlicher Reichsbürger hortet 50 Waffen

Einmal mehr rückt die Polizei zu einem Strafzettel-Verweigerer aus, der die deutsche Rechtsordnung nicht anerkennt. Bei der Kontrolle in Dresden zeigt sich der ältere Mann hartnäckig. Nach seiner Festnahme entdecken die Beamten Dutzende Pistolen.

Die Polizei hat in der Wohnung eines 64-jährigen Dresdners mehr als 50 zum Teil scharfe Waffen und mehrere Hundert Schuss Munition gefunden. Eigentlich standen die Beamten am Freitag vor seiner Wohnungstür, weil gegen ihn ein Vollstreckungshaftbefehl wegen 35 Euro vorlag, wie die Polizei mitteilte. Er lehnte jedoch die Begleichung der Strafe ab und stellte den Angaben zufolge zugleich "die Rechtsordnung und damit auch das Handeln der Polizisten in Frage".

Das Auftreten und die Äußerungen des Mannes ähnelten denen sogenannter Reichsbürger, wie ein Polizeisprecher sagte. Der 64-Jährige wurde festgenommen. In der Wohnung fanden die Beamten dann dutzende Pistolen, Revolver und Vorderlader sowie dazugehörige Munition. Er konnte zwar mehrere Waffenbesitzkarten vorweisen. Ob diese aber das gesamte Arsenal abdecken, war noch unklar.

Zudem entsprach die Aufbewahrung der Waffen nicht den Vorschriften. So waren Waffen und Munition nicht voneinander getrennt gelagert. Die Polizei nahm die Waffen vorerst mit. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen