Panorama

Taifun wütet in Asien"Nanmadol" erreicht Taiwan

29.08.2011, 14:55 Uhr
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In Taiwan hat "Nanmadol" bereits Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. (Foto: AP)

Der Taifun "Nanmadol" kostet 13 Menschenleben auf den Philippinen. Nun wütet er in Taiwan. Dort bereitet man sich mit Evakuierungen und Hamsterkäufen vor, die Angst vor Schlammlawinen steigt. Als nächstes wird der Wirbelsturm wohl nach China weiterziehen.

Der Taifun "Nanmadol" hat nach den Philippinen nun auch Taiwan erreicht: Rund 8000 Menschen wurden auf der Insel vor dem chinesischen Festland bereits in Sicherheit gebracht. Nach Angaben der nationalen Feuerwehrbehörde haben bereits 20.000 Menschen keinen Strom mehr.

Im südlichen Taiwan hätten heftige Regenfälle erste Farmen überschwemmt, berichtete ein Beamter des Katastrophenzentrums. "Nanmadol" fegte mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 137 Kilometern pro Stunde durch Taiwans Hauptstadt. Im Südosten Taiwans wurde der Zugverkehr gestoppt. Hohe Wellen schlugen gegen die Küste. Die taiwanesischen Behörden warnten vor Überschwemmungen und Schlammlawinen.

Das Katastrophenzentrum beobachtet Flüsse an angrenzenden Steilhängen, die anfällig für Schlammlawinen sind. Es gebe jedoch genügend Lebensmittelvorräte für die Menschen, die nun in Sicherheit gebracht worden seien, versicherte die Regierung. Im Jahr 2009 waren bei dem schlimmsten Taifun in Taiwan seit 50 Jahren fast 700 Menschen umgekommen. Der Regierung wurde damals vorgeworfen, zu spät etwas gegen die Naturkatastrophe unternommen zu haben. Trotz der Zerstörungen wurde "Nanmadol" von dem Internet-Wetterdienst "Tropical Storm Risk" inzwischen zu einem Tropensturm herabgestuft.

China als nächstes betroffen

"Nanmadol" bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von rund 8 Kilometern pro Stunde, teilte das zentrale Wetteramt von Taiwan mit. Die relativ langsame Geschwindigkeit erhöhe das Risiko von Lawinen, sagten die Experten. Regenfälle würden nicht sofort ins Meer geleitet.

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Freiwillige Helfer beseitigen die Verwüstungen, die der Taifun auf den Philippinen hinterlassen hat. (Foto: AP)

Am Dienstag soll "Nanmadol" Taiwan verlassen und China erreichen. Zuvor hatte der Wirbelsturm bereits auf den Philippinen gewütet. 16 Menschen kamen ums Leben, 8 weitere werden noch vermisst, teilte der Zivilschutz mit. Insgesamt seien auf der Insel über 170.000 Menschen von der Naturkatastrophe betroffen, knapp 14.000 hätten ihre Häuser verlassen müssen. Der Taifun hat auf den Philippinen ersten Schätzungen zufolge Schäden von umgerechnet über 16 Mio. Euro in den Bereichen Landwirtschaft und Infrastruktur angerichtet.

Quelle: dpa