Bisher elf ToteNeue Vogelgrippe-Fälle gemeldet

Immer wieder keimt die Vogelgrippe auf. Betroffen ist vor allem China. Obwohl die Regierung diverse Vorsichtsmaßnahmen ergriffen hat, breitet sich die Infektion zurzeit aus. Noch gibt es aber keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
In China sind zwei weitere Menschen mit Vogelgrippe infiziert worden. Es seien die ersten Fälle in der zentralchinesischen Provinz Henan, teilte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua mit. Damit sind bislang 51 Infektionen beim Menschen bekannt - darunter erst drei Fälle außerhalb der am stärksten betroffenen Regionen im Osten des Landes. "Es gibt keine Möglichkeit, vorherzusagen, wie es sich ausbreitet, aber es ist nicht überraschend, dass wir neue Fälle an verschiedenen Orten wie in Peking haben", sagte Michael O'Leary, Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WTO).
Am Samstag war bekanntgeworden, dass bei einem siebenjährigen Kind in der Hauptstadt der Virus H7N9 nachgewiesen wurde. Bislang starben elf der Infizierten. Chinesischen Behörden zufolge gibt es keine Hinweise auf eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung der Krankheit.
Nachdem das Virus bei Tauben in Shanghai diagnostiziert worden war, hatten chinesische Behörden 20.000 Hühner, Enten, Gänse und Tauben vorsorglich keulen lassen. Märkte wurden geschlossen, Tausende Vögel in anderen Provinzen geimpft. Die neuen Infektionen wecken Erinnerungen an den Ausbruch der Lungenkrankheit Sars 2003. Damals wurden weltweit etwa 8000 Menschen infiziert, von denen etwa ein Zehntel starb.