13.02.2012 04:42 Uhr Frankfurt 03:42 Uhr London 22:42 Uhr New York 12:42 Uhr Tokio
Suche
Panorama

Dienstag, 07. Juli 2009

Ein Passagier erlitt Herzinfarkt: Noroviren auf der "Marco Polo"

Die " Marco Polo" in Rostock-Warnemünde (Archivfoto).

Die " Marco Polo" in Rostock-Warnemünde (Archivfoto).
(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Auf einem Kreuzfahrtschiff der Bremer Reederei Transocean Tours sind 54 Passagiere und 22 Besatzungsmitglieder mit dem Norovirus infiziert. Das teilte Reedereisprecher John Will mit. Ein 74 Jahre alter Passagier habe "unabhängig von der Viruserkrankung" einen Herzinfarkt erlitten und sei gestorben. Dies hätten die Behörden bestätigt. Der Mann habe chronische Herz- und Atembeschwerden gehabt.

Die "Marco Polo" war am Samstag zu einer Rundreise um Großbritannien mit 769 Passagieren gestartet. Deutsche Reisende seien nicht an Bord, sagte Will. Die "Marco Polo" liegt derzeit im schottischen Hafen Invergordon. Eine Quarantäne sei nicht verhängt worden. Die etwa zehntägige Reise soll nach Angaben Wills fortgesetzt werden, allerdings nur nach Rücksprache mit den britischen Behörden.

Erste Symptome einer Brechdurchfall-Erkrankung seien am Montagmorgen an Bord bekanntgeworden, sagte Will. Daraufhin sei sofort die britische Gesundheitsbehörde eingeschaltet worden. Derzeit werde zusätzliches Personal an Bord genommen, um die Erkrankten entsprechend zu betreuen.

Das Leben auf dem Schiff habe sich allerdings verändert. So seien beispielsweise die Selbstbedienungsrestaurants vorerst geschlossen. Passagiere, die keine Krankheitssymptome zeigten, könnten sich frei bewegen und auch Landgänge unternehmen. Die "Marco Polo" kann maximal 850 Passagiere an Bord nehmen und fährt mit 340 Besatzungsmitgliedern.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren.

Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Das Norovirus zählt zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Kinder unter fünf Jahren und ältere Menschen sind besonders stark betroffen. Deshalb gibt es immer wieder akute Ausbrüche in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Krankenhäusern und Altenheimen. Die Viren verursachen Erbrechen, starke Durchfälle und führen zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust. Übertragen wird das Virus hauptsächlich über direkten Kontakt zu Erkrankten Personen oder indirekt über verseuchte Flächen wie Waschbecken, Toiletten und Türgriffe, aber auch über Lebensmittel. Eigentlich verbreiten sich Noroviren vor allem in den Wintermonaten.

dpa/AFP

Artikel versenden

Ein Passagier erlitt Herzinfarkt: Noroviren auf der "Marco Polo"

Empfänger
Ihre Informationen
Persönliche Mitteilung

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.