Zwei Tote, mehrere Verletzte Norwegische Fähre fängt Feuer

Auf einem Fährschiff der norwegischen Reederei Hurtigruten bricht ein Feuer aus. Zwei Besatzungsmitglieder kommen ums Leben, mehrere Passagiere werden verletzt. An Bord sind viele Deutsche, von denen niemand zu Schaden kommt.
Bei einem Brand auf dem norwegischen Passagierschiff "Nordlys" sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben wurden zwölf Verletzte in das Krankenhaus der westnorwegischen Stadt Ålesund gebracht. Obgleich viele Deutsche an Bord waren, sei niemand von ihnen zu Schaden gekommen.
Das Feuer war auch drei Stunden nach seinem Ausbruch nicht unter Kontrolle, wie ein Sprecher der Reederei sagte. Seinen Angaben zufolge wurden 251 der insgesamt 262 Menschen, die sich auf dem Schiff befanden, an Land gebracht. Die anderen würden bei den Löscharbeiten helfen.
Das Feuer brach kurz vor dem Anlegen in Ålesund im Maschinenraum des 122 Meter langen Schiffes aus. Gut die Hälfte der Passagiere wurde zunächst auf herbeigeeilte Boote gebracht. Nach dem Anlegen am Kai mit Schlepperhilfe stand für die anderen Reisenden der direkte Weg an Land offen.
City von Ålesund evakuiert
Wegen der enorm starken Rauchentwicklung ließen die norwegischen Behörden das Zentrum der Kleinstadt vorübergehend evakuieren. Massive Feuerwehrkräfte waren im Einsatz, um den Brand nach dem Anlegen endgültig zu löschen.
Die "Nordlys" war nach den Reedereiangaben 1994 in Stralsund vom Stapel gelaufen. Der Hurtigruten-Sprecher konnte keine genauen Angaben über die Verteilung der Nationalitäten bei den Passagieren auf dem Schiff machen. "Normalerweise reisen bei uns viele Deutsche mit", sagte er. Hurtigruten verkehrt längs der langgestreckten norwegischen Küste von der Südspitze bis zum arktischen Norden und ist bei deutschen Kreuzfahrt-Touristen wegen der Schönheit der norwegischen Fjordlandschaft beliebt.