Panorama

Der Präsident bei Jimmy Kimmel: Obama amüsiert sich über fiese Tweets

US-Präsident Obama kommt als Gast in die Talkshow von Moderator Jimmy Kimmel. Der lässt den mächtigsten Mann der Welt gemeine Twitternachrichten über sich selbst verlesen. Doch Obama macht das offenbar Spaß.

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US-Präsident Barack Obama hat wieder einmal bewiesen, dass ihm auch in seiner zweiten Amtszeit das Lachen noch nicht vergangen ist. Jedenfalls bringen ihn die Sticheleien in fiesen Kurznachrichten nicht um den Schlaf, nicht einmal wenn es darin um sein Äußeres geht. In der US-Talkshow von Moderator Jimmy Kimmel machte Obama durchaus freiwillig bei der Kategorie "Mean Tweets" mit. Dabei lesen Prominente gemeine Kurznachrichten über sich selbst vor. Vor Obama präsentierten zum Beispiel Ashton Kutcher und Julia Roberts bereits gemeine Nachrichten über sich.

"Gibt es irgendeine Möglichkeit, Obama zu einem Golfplatz um die halbe Welt zu fliegen und ihn einfach dort zu lassen?", heißt es in einem Tweet, den der 53-Jährige vorlas. Der begeisterte Golfer kommentierte: "Ich denke, das ist eine großartige Idee." Im nächsten Tweet, den Obama vortrug, schrieb ein Nutzer: "Wie bringt man Obamas Augen zum leuchten? Scheine mit einer Taschenlampe in seine Ohren." "Ich finde, der ist ziemlich gut", sagte der Präsident dazu lachend. Es folgte: "Obamas Haare sehen in den letzten Monaten grauer denn je aus. Ich wüsste nicht warum, da er kein bisschen besorgt über die ganze Situation zu sein schein." Der Nutzer bekam von Obama nur eine "Wenn du wüsstest"-Grimasse als Antwort. Nachdem er eine Reihe von Tweets verlesen hatte, sagte der Präsident, die Texte seien nicht so gemein, wie das, "was der Senat über mich sagt".

Kann schon Auto fahren, aber ...

Wieder einmal scherzte Obama über die immer wieder kolportierte Unwahrheit, er sei in Kenia geboren und das Weiße Haus habe seine Geburtsurkunde gefälscht, um diese Tatsache zu verschleiern. Als Kimmel ihn fragte, ob er Auto fahren könne, antwortete Obama: "Ich kann nicht fahren. Ich meine, ich kann, aber …" Daraufhin bohrte Kimmel nach: "Ist es, weil Sie keine Geburtsurkunde haben?" Obama entgegnete trocken: "In Kenia fahren wir auf der anderen Straßenseite." Schon zu Beginn der Sendung hatte Kimmel ihn als den "ersten jemals gewählten in Kenia geborenen muslimischen sozialistischen Präsidenten" begrüßt.

Seit Jahren wird Obama zudem wegen vermeintlich schlecht sitzender Jeans aufgezogen - und auch dazu gab es eine Kurznachricht: "Ich finde es ok, wenn der Präsident Jeans trägt. Aber ich finde es nicht ok, wenn der Präsident SOLCHE Jeans trägt", las Obama vor. Für besondere Lacher im Publikum sorgte daraufhin Moderator Jimmy Kimmel, als er in typischen "Obama-Jeans" dazu kam.

Obama erzählte, dass er kein Smartphone benutzen dürfe, dass eine Aufnahmefunktion habe. Viele neumodische Dinge blieben ihm deshalb vorenthalten. Er nutze noch immer ein Blackberry-Gerät. Der Präsident gestand auch, dass er - anders als seine Töchter - keine SMS verschickt: "Ich schicke keine Kurznachrichten, ich maile." Auch Tweets formuliere Obama selten, selbst absenden würde er sie eigentlich nie. Obamas Twitter-Account, den seine Mitarbeiter führen, hat derzeit 56,3 Millionen Abonnenten.

Kimmel verschonte Obama mit Fragen zur aktuellen Kontroverse um den Secret Service, allerdings war sein Sidekick Guillermo Rodriguez in voller Geheimdienst-Montur mit dunklem Anzug und Sonnenbrille angetreten. Kimmel scherzte, die dunklen Gläser seien dazu da, einen Kater zu verbergen: "Secret cerveza".

Quelle: n-tv.de

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