Panorama

Supermarktkette wurde erpresst: Österreicher agiert unklug

Von Thailand aus soll ein Auswanderer versucht haben, per E-Mail eine deutsche Lebensmittelkette zu erpressen. Der verdächtige Österreicher ist mit dem Versuch gescheitert. Er hat wohl die technischen Möglichkeiten der Ermittler unterschätzt.

Der Mann aus Salzburg lebte in Pattaya als Herausgeber einer deutschsprachigen Zeitschrift.
Der Mann aus Salzburg lebte in Pattaya als Herausgeber einer deutschsprachigen Zeitschrift.(Foto: dpa)

Ein Österreicher soll nach Ermittlungen der Polizei von Thailand aus versucht haben, eine deutsche Supermarktkette zu erpressen. Der 61-Jährige wurde in Pattaya mit Hilfe deutscher Beamter festgenommen. Der Mann hatte nach thailändischen Angaben 15 Millionen Euro von dem Unternehmen verlangt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Duisburg liegt der Firmensitz im Ruhrgebiet.

Vom eigenen PC aus Drohmails verschickt

Von seinem Computer aus seien E-Mails mit der Drohung abgeschickt worden, vergiftete Produkte in den Läden der Kette zu platzieren, sagte der örtliche Polizeisprecher Pisit Paoin. Außerdem habe er gedroht, die Erpressung öffentlich zu machen. Ausgegeben hatte er sich den Angaben zufolge als "weltweit operierende Organisation".

Der Festgenommene werde nach Deutschland ausgeliefert, hieß es. Die Essener Polizei, die mit Kripobeamten und Unterstützung des Bundeskriminalamtes an den Ermittlungen in Thailand beteiligt war, erwartet den Österreicher in den nächsten Tagen zur Vernehmung in Deutschland.

Der Mann aus Salzburg gab in Pattaya bislang eine deutschsprachige Zeitschrift in Thailand heraus. Er lebt nach Angaben der dortigen Polizei seit mehr als sieben Jahren in dem wegen Prostitution berüchtigten Badeort rund 100 Kilometer südöstlich von Bangkok.

Die Polizei nahm ihn auf Intervention von Interpol in seiner Wohnung fest, sagte der örtliche Polizeisprecher. Deutsche Beamte hätten die Droh-E-Mails zu seinem Computer zurückverfolgt.

Quelle: n-tv.de

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