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Die Wale ziehen zahlreiche Schaulustige an.
Die Wale ziehen zahlreiche Schaulustige an.(Foto: AP)

Luftloch im Eis wird kleiner: Orca-Familie ist in Gefahr

In der Hudson Bay im Norden Kanadas haben sich zwölf Wale verirrt. Inuit-Jäger finden die Tiere unter eine Eisdecke. Nun wird über ihre Rettung beraten.

Auf dem Eis kommt man den Tieren ungewöhnlich nah.
Auf dem Eis kommt man den Tieren ungewöhnlich nah.(Foto: AP)

Seit Montag sind unter einer dicken Eisdecke in der Hudson Bay in Kanada zwölf Orcas eingeschlossen. Wie die Zeitung "Montreal Gazette" berichtet, nutzen die Wale eine kleine Öffnung im Eis, um Luft zu holen.

Diese Öffnung werde aber kleiner, berichtet ein Bewohner des nahe gelegenen Fischerorts Inukjuak an der Nordküste der Hudson Bay. Dies ließ befürchten, dass die Schwertwale unter Wasser ersticken.

Killerwale seien im Winter selten dort zu finden. Entdeckt wurden sie von Inuit-Jägern. Seitdem seien aus dem Fischerort Inukjuak an der Nordostküste der Hudson Bay Dutzende Neugierige zu den Orcas gekommen.

Einsatz eines Eisbrechers ist möglich aber teuer

(Foto: REUTERS)

Die kanadische Regierung schickte ein Expertenteam, um zu prüfen, ob und wie den Walen geholfen werden kann. Der Bürgermeister von Inukjuak, Peter Inukpuk, rief die Regierung auf, einen Eisbrecher zu schicken, um den Walen den Weg ins offene Meer freizuräumen. Dies sei möglich, weil die Hudson Bay erst seit zwei Tagen zugefroren und das Eis nicht so dick wie in den vorangegangenen Jahren sei. Ein Vertreter des Fischereiministeriums erklärte jedoch, der Einsatz eines Eisbrechers wäre kostspielig und kompliziert, da in der Nähe keiner verfügbar sei.

Inukpuk sagte, den Walen sei ihre Notlage offenbar bewusst: "Hin und wieder scheint es, als gerieten sie in Panik." Dann wiederum legten sie weite Strecken unter dem Eis zurück, "wahrscheinlich, um nach einer anderen offenen Stelle zu suchen - die können sie aber nicht finden".

Quelle: n-tv.de

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