Dienstag, 17. August 2010
Verborgen hinter harmlosen Namen: Pädophile missbrauchen Twitter
Pädophile setzten immer mehr auf die scheinbare Unverfänglichkeit von Twitter und stellen Links zu einschlägigen Seiten in den Internet-Kurznachrichtendienst ein. Sie hoffen, in der großen Gemeinde lange Zeit unentdeckt zu bleiben.
Pädophile nutzen Twitter als Verbreitungskanal für Kinderpornografie. Wie der Verein "no abuse in internet" (naiin) erklärte, stellen sie bei dem Internet-Kurznachrichtendienst Links zu entsprechenden Websites, Filmen und Bildern ein.
"Verborgen hinter meist harmlos klingenden Nutzernamen twittern Pädophile vor allem, weil es ihnen die Möglichkeit bietet, Kinderpornografie einfach und schnell zu verbreiten", erläutert Dennis Grabowski, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, der sich für die Bekämpfung von Internet-Kriminalität einsetzt. Naiin wurde nach eigenen Angaben im Jahr 2000 von der Internet-Industrie zusammen mit Verbänden, Initiativen und Privatleuten gegründet.
"Unterm Strich werden immer mehr Tweets mit Links auf kinderpornografische Internet-Inhalte gepostet", erklärte Grabowski unter Verweis auf die steigende Zahl an Hinweisen zu Twitter-Blogs, die bei der von Naiin betriebenen internationalen Beschwerdestelle für illegale Inhalte im Internet eingehen. Häufig geht es demnach den pädophilen Twitter-Nutzern auch darum, sich gegenseitig darüber zu informieren, wenn kinderpornografische Websites gelöscht oder gesperrt werden. Pädophile setzten dabei vor allem auf die scheinbare Unverfänglichkeit von Twitter und die Größe der Twitter-Gemeinde, um lange Zeit unentdeckt zu bleiben.
AFP
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