Panorama
Das testende Unternehmen Biotrial will alle Auflagen erfüllt haben.
Das testende Unternehmen Biotrial will alle Auflagen erfüllt haben.(Foto: REUTERS)

Mann war seit Tagen hirntot: Proband nach Medikamententest gestorben

Nach dem fehlgeschlagenen Medikamententest in Frankreich stirbt einer der Patienten, bei dem bereits der Hirntod festgestellt worden war. Bei drei weiteren werden bleibende Hirnschäden befürchtet.

Der nach einem Medikamententest in Frankreich für hirntot erklärte Mann ist gestorben. Dies gab die Uniklinik von Rennes bekannt, ohne weitere Details zu nennen. Man habe ihn schließlich für tot erklären müssen.

Der Gesundheitszustand der weiteren fünf ins Krankenhaus gebrachten Versuchsteilnehmer sei unverändert: Drei würden wohl bleibende Hirnschäden davontragen, ein weiterer Proband habe ebenfalls neurologische Probleme. Der sechste Mann wies keine Symptome auf, stehe aber weiter unter medizinischer Beobachtung.

Die Männer hatten an einer klinischen Studie für die Zulassung eines neuen Wirkstoffs teilgenommen, der nach den dramatischen Folgen abgebrochen wurde. Das testende Unternehmen Biotrial hatte erklärt, die Vorschriften befolgt zu haben. "Der Versuch wurde in voller Übereinstimmung mit den internationalen Bestimmungen durchgeführt, und die Verfahrensweisen von Biotrial wurden zu jedem Zeitpunkt des Versuchs befolgt", teilte es auf seiner Webseite mit. Dies gelte insbesondere für die Notfall-Prozedur zum Transfer von Versuchspersonen ins Krankenhaus.

Biotrial hatte das Medikament im Auftrag eines europäischen Pharmalabors getestet. Die Regierung stufte das Unglück als das schlimmste dieser Art in Frankreich ein.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen