Panorama

Ungewöhnlicher SorgerechtsstreitPüppchen bleibt bei Herrchen

15.02.2012, 22:23 Uhr
hund
Der Yorkshire-Terrier Bobby der Tennisspielerin Venus Williams. (Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

Wenn die Liebe den Bach runtergeht, werden aus so manch zwölfteiligem Service zwei sechsteilige, auch Doppelbetten werden zu einfachen und aus Fotoalben Fragmente. Aber was passiert mit einem Hund? Darüber mussten sich Richter in Marseille einig werden.

In einem ungewöhnlichen Sorgerechtsstreit mit seiner ehemaligen Freundin hat ein Mann in Südfrankreich einen schwarzen Terrier namens Poupette (Püppchen) zugesprochen bekommen. Die Anwältin des Mannes teilte mit, ein Gericht nahe der Stadt Marseille habe entschieden, dass der Hund früher im Besitz des Mannes gewesen sei und sich durch die Trennung von seiner Freundin daran nichts geändert habe. Die Frau hatte Poupette seinerzeit ihrem Freund geschenkt. Als die Beziehung nach 15 Monaten auseinanderbrach, forderte sie den Hund zurück.

Die Anwältin des Hundebesitzers machte jedoch geltend, dass der Terrier immer mit seinem Herrchen zusammen gewesen sei, ihr Mandant und seine Freundin dagegen nie zusammenlebten. Der Richter habe befunden, dass er sich vorbildlich um das Tier gekümmert habe. Er verurteilte die Ex-Freundin außerdem zur Bezahlung der Verfahrenskosten ihres früheren Freundes.

Quelle: AFP