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Der Reaktor 2 des zerstörten AKW Fukushima Daiichi.
Der Reaktor 2 des zerstörten AKW Fukushima Daiichi.(Foto: dpa)
Dienstag, 09. Juli 2013

Neues Leck in Fukushima: Radioaktivität steigt dramatisch an

Das Grundwasser rund um die japanische Atomruine Fukushima weist dramatisch erhöhte Werte auf. Die radioaktive Belastung durch Cäsium-134 steigt unaufhörlich und beträgt bereits das 90-Fache des Wertes von Freitag, bei Cäsium 137 sogar das 200-Fache.

Aus einem noch unentdeckten Leck im japanischen Katastrophenreaktor Fukushima sind radioaktive Stoffe ins Grundwasser geraten, die Caesium-Belastung liegt derzeit 90 Mal höher als noch drei Tage zuvor. Der Level des mutmaßlich krebserregenden Caesium-134 sei auf 9000 Becquerel pro Liter gestiegen, gab die Betreiberfirma Tepco bekannt. Der zulässige Grenzwert liegt bei 60 Becquerel.

"Wir wissen noch nicht, warum die Belastung in die Höhe geschossen ist", sagte ein Tepco-Sprecher. "Wir versuchen eine weitere Verunreinigung zu verhindern."

Auch die Grundwasserbelastung mit Caesium-137 schoss auf 18.000 Becquerel hoch, was 200 Mal höher ist als erlaubt. Die Stoffe gelten als krebserregend, wenn sie sich in Muskeln und Knochen ansammeln. Auch die Belastung durch andere gefährliche Substanzen ist in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen.

Im vergangenen Monat hatte Tepco noch beteuert, das Grundwasser um das Kraftwerk sei durch Stahlböden und das Betonfundament weitgehend abgekapselt. Die Katastrophe von Fukushima infolge eines schweren Erdbebens und Tsunamis am 11. März 2011 war das folgenschwerste Atomunglück seit Tschernobyl.

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Quelle: n-tv.de

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