Panorama

Mit 300 über die LandstraßeRaser erhält Bewährungsstrafe

20.12.2010, 15:51 Uhr

Ein Motorradfahrer bekommt eine Bewährungsstrafe und zwei Jahre Führerscheinentzug, weil er mit bis zu 300 Stundenkilometern über Landtraßen rast. Die Nummernschilder hatte er sich extra abmontiert.

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Rasen erlaubt: Der 30-Jährige wollte offenbar auch einmal so schnell wie in einem Rennen fahren. (Foto: dpa)

Er raste mit bis zu 300 Stundenkilometern über Landstraßen und durchquerte Ortschaften mit Tempo 140 - dafür hat ein Motorradfahrer eine Bewährungsstrafe von vier Monaten erhalten. Das Amtsgericht Heilbronn verurteilte den 30-Jährigen wegen vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs und Missbrauchs von Kennzeichen auch zu einem zweijährigen Führerscheinentzug und einer Geldstrafe von 2500 Euro. "Diese Fahrt wurde unternommen für den Geschwindigkeits-Kick", begründete die Richterin das Urteil.

Seine Fahrt mit bis zu 300 Stundenkilometern hatte der Mann mit einer am Motorrad installierten Kamera aufgezeichnet. Nach einem riskanten Überholmanöver endete die Raserei in einem Gebüsch. Beim Sturz zog sich der Vater einer kleinen Tochter eine Gehirnerschütterung, Verletzungen an mehreren Brustwirbeln und am Knöchel sowie einen Leberriss zu.

Der Angeklagte schwieg zu den Vorwürfen - aufgrund der Kopfverletzungen könne er sich nicht an die Geschehnisse erinnern, erklärte sein Verteidiger. In seinem Schlusswort zeigte der 30-Jährige jedoch Reue: "Es tut mir unheimlich leid."

Quelle: dpa