Leichen in der DruckkammerRetter kommen zu spät
Eine Druckkammer sollte ihr Überleben sicher. Doch am Ende schwinden die Hoffnungen immer mehr und schließlich gibt es traurige Gewissheit - sieben weitere Taucher überleben den Untergang ihres Schiffes vor der iranischen Küste nicht.
Die Rettungsaktion für die sieben Taucher, die nach dem Untergang eines Tauchschiffs vor der iranischen Küste in der Druckkammer gefangen waren, ist wahrscheinlich umsonst gewesen. Die Retter hätten nur noch die Leichen bergen können, nachdem sie die Druckkammer vom Schiff gelöst und an Land gebracht hätten, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle. Eine amtliche Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.
Zunächst hatte es geheißen, die Vermissten hätten in der Druckkammer noch Sauerstoff für 48 Stunden, so dass Rettungsversuche noch möglich wären. Das Risiko, die Druckkammer unter Wasser zu öffnen, wurde als zu groß eingeschätzt. Die Retter hatten jedoch Hoffnungen, dass sie die sieben indischen Taucher noch lebend bergen könnten. Sieben weitere Taucher waren zuvor schon gestorben.
Das Schiff "Kousha" hatte iranische, indische und ukrainische Taucher an Bord, die vor der südiranischen Küste im Persischen Golf am Meeresboden Pipelines überprüft hatten. Insgesamt waren 73 Menschen an Bord. Die meisten konnten gerettet werden, als das Schiff sank. Das Boot ging in stürmischer See unter, die genaue Ursache des Unglücks war aber noch unklar.