Panorama

30.000 Russen auf der FluchtRiesiges Waffendepot explodiert

03.06.2011, 10:08 Uhr

Auf einem Militärstützpunkt an der Wolga bricht in Folge von Arbeiten ein Feuer aus. Bei anschließenden Explosionen fliegen die Trümmerteile kilometerweit ins Land. Rund 30.000 Menschen müssen in Sicherheit gebracht werden.

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Trümmerteile flogen kilometerweit durchs Land. (Foto: REUTERS)

In einem russischen Munitionslager ist ein Feuer ausgebrochen. Wegen einer Serie schwerer Detonationen mussten knapp 30.000 Anwohner ihre Häuser verlassen. Ob es Tote gab, ist bislang nicht bekannt. Bis zu 30 Menschen sollen durch Glassplitter oder giftigen Rauch verletzt worden sein, teilte das Zivilschutzministerium mit. Auf dem Stützpunkt in der Teilrepublik Udmurtien an der Wolga lagern Artilleriegranaten, die zerstört werden sollen. Das Feuer sei vermutlich bei Arbeiten ausgebrochen, hieß es.

Explodierte Granatenteile wurden noch in zwei Kilometer Entfernung entdeckt. Mehrere Lagerhäuser standen in Flammen, Rettungskräfte kämpften mit Feuerwehrzügen und Flugzeugen gegen die Brände.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Behörden in der Teilrepublik Baschkortostan am Ural wegen eines Großbrands auf einem Militärdepot etwa 7000 Anwohner in Sicherheit gebracht. Ein Soldat war nachlässig bei der Lagerung von Munition umgegangen. Zahlreiche Häuser in einem nahen Dorf wurden durch die Flammen zerstört.

In Russland kommt es infolge maroder Militärausrüstung und Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften immer wieder zu Zwischenfällen mit Toten und Verletzten.

Quelle: dpa