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Das von mehr als fünf Millionen Menschen im Jahr besuchte Kolosseum leidet massiv unter dem Zahn der Zeit und den Umwelteinflüssen.
Das von mehr als fünf Millionen Menschen im Jahr besuchte Kolosseum leidet massiv unter dem Zahn der Zeit und den Umwelteinflüssen.(Foto: picture alliance / dpa)

U-Bahn soll unter Kolosseum fahren: Römer haben Angst vor Einsturz

Das Nahverkehrssystem in der italienischen Hauptstadt gehört nicht gerade zu den modernsten. Aufgrund der zahlreichen historischen Gebäude sind Bauarbeiten in der Enge der Stadt heikel. Nun soll ausgerechnet unter dem Kolosseum eine U-Bahn-Verbindung gebaut werden.

Kulturschützer befürchten wegen der geplanten Bauarbeiten an Roms neuer Metrolinie einen Einsturz des Kolosseums. Das berühmte Wahrzeichen der Stadt könne durch die wenige Meter entfernte Baugrube zusammenbrechen, berichtete die Gruppe "Italia Nostra".

"Das Kolosseum ist in Gefahr", warnten die Aktivisten. "Wir können nicht einfach still halten", sagte der "Italia Nostra"-Präsident und frühere EU-Kommissar Carlo Ripa di Meana.

Wenige Meter neben dem Kolosseum soll in 50 Meter Tiefe ein neuer U-Bahn-Tunnel entstehen, der die Haltestelle mit der geplanten neuen Metrolinie C verbindet. Die Kulturschützer forderten, die Arbeiten müssten gestoppt werden, bis die Risiken abschließend bewertet seien.

Das knapp 2000 Jahre alte Amphitheater wird jährlich von rund fünf Millionen Touristen besucht. Derzeit wird es für über 25 Millionen Euro saniert.

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Quelle: n-tv.de

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