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Neuseelands tierische Hilfspolizei: Schafherde bringt Diebe zur Strecke

Anderthalb Stunden versucht die Neuseeländische Polizei, eine Diebesbande in einem gestohlenen Auto zu stoppen. Doch selbst Straßensperren halten die Flüchtigen nicht auf. Erst eine Herde Schafe kann die spektakuläre Verfolgungsjagd beenden.

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Eine Schafsherde hat der Flucht von vier Dieben in Neuseeland ein Ende gesetzt. Die jungen Leute waren in einem Auto ohne Nummernschilder unterwegs, als die Polizei sie stoppte. Wie der "New Zealand Herald" unter Berufung auf einen Polizeisprecher berichtete, habe der Fahrer während der Kontrolle unvermittelt Gas gegeben und sei davongefahren. Es kam zu einer 90-minütigen Verfolgungsjagd in der Nähe von Arrowtown auf der Südinsel. Selbst eine Straßensperre mit Nägeln konnte die Flüchtigen nicht stoppen.

"Das Fahrverhalten der Beteiligten war rücksichtslos und sehr gefährlich angesichts dessen, dass allein im Wagen vier Menschen saßen", sagte Paula Enoka von der Polizei in Queenstown. "Sie haben nicht nur sich selbst in Gefahr gebracht, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer auf ihrer Fluchtroute."

Die Jagd endete erst, als eine große Schafsherde die Fahrbahn versperrte und das Fluchtauto festsaß. Die Tiere waren nahe der Stadt Queenstown gerade über die Straße getrieben worden, um eine neue Stelle zum Grasen zu erreichen. Ironischerweise gehörten die Tiere einem Polizisten. Die Beamten nahmen die vier Flüchtigen fest, darunter zwei 14-Jährige.

Gegen sie wird unter anderem wegen Autodiebstahls ermittelt. Außerdem sollen sie an einer Tankstelle getankt haben und dann ohne zu bezahlen abgehauen sein. Die Schafe blieben bei der Polizeiaktion unversehrt, hieß es. Neuseeland hat rund 4,6 Millionen Einwohner und 30 Millionen Schafe.

Quelle: n-tv.de

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