Zehn von 1000 EhenScheidungsrate nimmt ab
Von 1992 bis 2003 nahm die Zahl der Ehescheidungen fast durchgehend zu, seit 2004 geht sie wieder zurück. 2006 stellte in 56 Prozent der Fälle die Frau den Scheidungsantrag.
Die Zahl der Ehescheidungen in Deutschland geht weiter zurück: Im vergangenen Jahr wurden rund 190.900 Ehen geschieden und damit 5,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Durchschnittlich wurden damit von 1.000 Ehen etwa zehn geschieden.
Im Jahr 1992 waren sieben und in den Jahren 2002 bis 2005 elf von 1.000 bestehenden Ehen geschieden worden. Von 1992 bis 2003 nahm die Zahl der Ehescheidungen fast durchgehend zu, erst seit 2004 geht sie wieder zurück.
Bei den im vergangenen Jahr geschiedenen Ehen wurde der Scheidungsantrag in fast 56 Prozent der Fälle von der Frau gestellt. Der Mann reichte nur in rund 36 Prozent der Fälle die Scheidung ein, bei den übrigen Trennungen stellten die Partner den Antrag gemeinsam. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der nur vom Mann eingereichten Scheidungen damit um rund sechs Prozent zurück, bei den Frauen waren es rund fünf Prozent weniger allein eingereichte Scheidungsanträge.
Knapp die Hälfte der 2006 geschiedenen Paare hatte Kinder unter 18 Jahren. Damit ging die Zahl der von Scheidung betroffenen minderjährigen Kinder gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent auf 148.600 zurück.