Sondereinsatz bei FischbeckSchiffe versenken gegen die Flut

Es klingt nach Computerspiel, doch es ist Realität: Um zu verhindern, dass weitere Wassermassen in den Elbe-Havel-Winkel fließen, sollen über dem gebrochenen Deich bei Fischbeck Schiffe gesprengt werden. Selbst der Einsatzleiter ist sich nicht sicher, ob der kühne Plan aufgeht.
Spektakuläre Aktion im Hochwassergebiet von Sachsen-Anhalt: Damit nicht weitere Wassermassen in den Elbe-Havel-Winkel fließen, sollen am Deichbruch bei Fischbeck zwei Schiffe versenkt werden. Sie sollen den Durchfluss versperren und dafür sorgen, dass nicht noch mehr Gebiete überflutet werden, wie der Krisenstab der Landesregierung in Magdeburg mitteilte. Die Aktion soll am Samstagmorgen um 05.30 Uhr beginnen.
Vorbereitend werden in den Grund Panzersperren als Basis eingebracht, außerdem werden zwei Arbeitsplattformen installiert. Im Lauf des Vormittags soll dann der Schubverband vor den Deichbruch fahren und gesprengt werden, wie der Kommandeur des Landeskommandos Sachsen-Anhalt, Oberst Claus Körbi, sagte. Darauf sollen dann rund 1000 große Sandpakete geworfen werden, um die Stelle abzudichten. Oberst Körbi: "Ob das funktioniert, können wir so zurzeit noch nicht sagen."